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Neue Brücke: «Velofahrer werden ausgeklammert»

Bild: PD
Die SP begrüsst die geplante Überführung über den Unteren Graben. Eine Beteiligung der Stadt an die Bau- und Unterhaltskosten kommt für sie allerdings nur in Frage, wenn die Brücke auch für Velofahrer benutzbar ist.

Vergangene Woche informierte die Stadt zusammen mit der Senn Resources AG über die geplante Verbindung über den Unteren Graben. Eine Brücke soll in rund drei Jahren die Müller-Friedberg-Strasse via Parkgarage UG-25 mit der Kirchgasse verbinden.

Für die Anwohner des Rosenbergs sowie für Studenten der Universität St.Gallen bedeutet die geplante Überführung eine Vereinfachung. Für die SP sei löblich, dass die nun präsentierte Lösung seitlich an der neuen Parkgarage vorbeiführt. Kritisch sieht sie hingegen eine allfällige öffentliche Beteiligung an diesem privat initiierten Projekt.

Velofahrer werden ausgeklammert

Eine Mitfinanzierung der Bau- und Unterhaltskosten durch die öffentliche Hand ist aus Sicht der Sozialdemokraten an klare städtebauliche Bedingungen zu knüpfen. Die aktuellen Pläne sehen lediglich eine Benutzung durch Fussgänger vor. Velofahrer müssen wegen der Breite von rund drei Metern schieben.

Begrenzter Mehrwert

Damit ist der Mehrwert für den Langsamverkehr – angesichts der erheblichen Kosten von 2 bis 2,5 Mio. Franken – äusserst begrenzt, schreibt die SP in einer Mitteilung. Wenn die Brücke als Gemeindeweg klassifiziert werden soll, sei das Projekt so anzupassen, dass die Überführung künftig auch Velofahrern offensteht.

Das Gebiet nördlich des Unteren Grabens wird sich in den kommenden Jahren mit dem Bau des HSG-Campus am Platztor stark wandeln. Die SP werde im Rahmen der Behandlung der Umzonung sowie des Gestaltungsplans im Stadtparlament ein besonderes Augenmerk auf die Anbindung an die Innenstadt legen.

pez/pd