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28.05.2021

Auch unsere Nachbarn lockern weiter

In der Vorarlberger Gastronomie, wie hier in Bregenz darf man ab dem 10. Juni wieder bis zu acht Personen an einem Tisch versammeln
In der Vorarlberger Gastronomie, wie hier in Bregenz darf man ab dem 10. Juni wieder bis zu acht Personen an einem Tisch versammeln Bild: bodensee.eu
Der Schweizer Bundesrat hat am Mittwoch die nächsten Lockerungsschritte verkündet. Schon einen Tag zuvor hat die Österreichische Regierung die weiteren Corona-Lockerungen ab 10. Juni publik gemacht.

Wissenswert für alle St.Galler, die gerne auf einen Sprung über den Rhein zu den Vorarlberger Nachbarn schauen, zum poschta oder auf ein gepflegtes Getränk, sind die kommenden weiteren Lockerungen im Ländle. Denn jetzt ist ja wieder ein relativ problemfreier Grenzübertritt ohne die Angabe wichtiger Gründe möglich.

Elektronische Vorabregistrierung notwendig

Nach wie vor muss man sich aber über das Pre-Travel-Clearance vor dem Grenzübertritt elektronisch registrieren lassen. Und nach wie vor gilt – auch beim Besuch einer Gaststätte ennet des Rheins – das „3G-Prinzip“. Genesen, geimpft oder getestet. Ein entsprechender Nachweis ist zwingend vorzulegen.

Die Regierung in Österreich hat weitere Lockerungen vefügt Bild: wa.de

Was ab 10. Juni neu ist: es wird in der Gastromie die Regel fallen, wonach nur vier Personen zusammentreffen und im Lokal an einem Tisch sitzen dürfen. Hier wird die Grenze wohl auf acht (plus Kinder) angehoben. Zudem soll die Sperrstunde von 22 Uhr in Richtung Mitternacht geschoben werden. Der Zwei-Meter-Abstand zwischen den Besuchergruppen wird auf einen Meter reduziert. Und im Freien wird die bei Veranstaltungen wie etwa Fussball-Spielen noch geltende Maskenpflicht für das Publikum fallen.

Was die Landeshauptleute, wie auch der Vorarlbeger Landeshauptmann Markus Wallner, vehement fordern, ist die Abschaffung der elektronischen Vorabregistrierung bei Einreise auf dem Landweg. Dieser Forderung ist die Regierung in Wien aber noch nicht nachgekommen.

Typisches Scharmützel vorangegangen

Der jüngsten Lockerungsankündigung war wieder ein für den Wiener Politbetrieb typisches Scharmützel vorangegangen. Denn zunächst kündigte Bundeskanzler Kurz die Öffnungsschritte für den 17. Juni an. Allerdings hat er dabei seinen äusserst selbstbewussten und für Coronaregelungen zuständigen Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein übergangen, der das Vorpreschen von Kurz scharf kritisierte und gleichzeitig die Lockerung bereits ab dem 10. Juni verkündete.

Bei Veranstaltungen im Freien sind ennet des Rheins keine Schutzmasken mehr gefordert Bild: zsz.ch

Die Opposition wäre nicht Opposition, wäre sie mit der jetztigen Vorgangweise zufrieden. So fordern die liberalen NEOS, mit den Lockerungen sogar gleich zu beginnen, etwa mit der Aufhebung der Maskenpflicht im Freien und mit jener an Schulen. Für die Schulen hat Mückstein freilich schon klargemacht, dass an Orten mit vielen Menschen auf vergleichsweise engem Raum weiter ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen sein wird.

Die Maskenpflicht im Inneren von öffentlichen Räumen, Geschäften oder Gaststätten bleibt freilich aufrecht. Und nach wie vor müssen es zwingend FFP2-Masken sein. Die in der Schweiz üblichen Mund-Nasen-Hygienemasken reichen nicht aus.

gmh/uh/rheintal24/stgallen24