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Wittenbach
04.02.2021
04.02.2021 15:07 Uhr

«Gemeindepuls» nur noch in Wittenbach

Titelseite des aktuellen «Gemeindepulses» Bild: PD
Die Maxsolution GmbH hat ihre Gratis-Verteilung des Wittenbacher Gemeindepuls in Bernhardzell, Muolen, Häggenschwil, Lömmenschwil, Freidorf und Berg eingestellt.

Die Vorgeschichte ist bekannt: Wittenbach hat seine Gemeindepublikation per Mai 2021 an die Gossauer Cavelti AG vergeben. Alexander Fürer und seine Maxsolution GmbH, die den «Gemeindepuls» seit 2001 im Auftrag der Gemeinde herausgab, gingen bei der entsprechenden Ausschreibung – zum Ärger eines Grossteils der Bevölkerung – leer aus.

Keine Gratisverteilung mehr

«Nach reiflicher Überlegung haben wir uns durchgerungen, den Gemeindepuls nicht mehr in den umliegenden Gemeinden Wittenbachs (Bernhardzell, Muolen, Häggenschwil, Lömmenschwil, Freidorf und Berg) zu verteilen», teilt «Gemeindepuls»-Herausgeber Alexander Fürer nun mit.

Die letzten 20 Jahre hätten die Gemeinde Wittenbach, die Regionale Oberstufe, beide Kirchen sowie alle Vereine von Politik bis Sport davon profitiert, dass die Maxsolution GmbH gratis die umliegenden Gemeinden beliefert hat. «Wir sind nun aber nicht mehr bereit, die Kosten für die zusätzliche Auflage und Portoaufwendungen zu tragen», so Fürer.

Alexander Fürer gibt den «Gemeindepuls» seit 2001 heraus Bild: PD

Wittenbacher Gemeindeblatt neu aus Gossau

Die Gemeinde Wittenbach hatte aufgrund der Ausschreibung des Gemeindepulses der Cavelti AG den Zuschlag erteilt. Die Maxsolution GmbH erhob zwar gegen diese Zuschlagsverfügung Beschwerde beim Verwaltungsgericht St.Gallen, dieses hat der Beschwerde mittels Verfügung die aufschiebende Wirkung aber nicht erteilt. Deshalb konnte die Gemeinde den Vertrag mit der Cavelti AG über die Verlegung und Herstellung des Gemeindepulses abschliessen. Damit ist das Gossauer Unternehmen ab 1. Mai 2021 neue Verlegerin des Gemeindepulses.

Das Verfahren ist jedoch erst abgeschlossen, wenn die Maxsolution GmbH die Beschwerde zurückzieht bzw. die Beschwerde in der Hauptsache durch das Verwaltungsgericht entschieden wird.

«Vor fünf Jahren kündigte uns die Gemeinde Wittenbach den Vertrag. Erst im Corona-Jahr 2020 konnte sie sich für einen Mitbewerber entscheiden. Dieser wird, gemäss seiner Offerte, nur Wittenbach bedienen. Aufgrund des Entscheids der Gemeinde, nur Wittenbach beliefern zu wollen, müssen wir davon ausgehen, dass für unser Konzept nach 20 Jahren kein Bedarf mehr besteht», bedauert Alexander Fürer. «Wie im Dezember angekündigt, haben wir deshalb diese Leistung seit dem 1. Januar 2021 eingestellt.» Ein Abo für die Restlaufzeit werde nicht angeboten.

stgallen24/stz.