Der Administrationsrat des Katholischen Konfessionsteils St.Gallen hat zwei Hilfskredite beschlossen. Einerseits wird der Verein Kinderhilfe Bethlehem für die humanitäre Hilfe infolge der kriegerischen Auseinandersetzungen in Gaza mit einem Beitrag von 25'000 Franken unterstützt.
Andererseits fliessen 15'000 Franken nach Kuba als humanitäre Hilfe für die Opfer des Hurrikans «Melissa». Die Katholiken bekunden damit ihre Verbundenheit mit den Menschen vor Ort.
Hilfe für Kinder aus dem Gaza-Gebiet
Regelmässig leistet die katholische Kirche mit zur Verfügung stehenden Mitteln auch Katastrophenhilfe im Ausland. Seit den Angriffen Israels auf Gaza durchleben insbesondere Kinder aus der Region grosses Leid.
Bereits während des Krieges und auch nach dem Eintreten der Waffenruhe, die sich weiterhin als sehr brüchig erweist, hat das Kinderspital Bethlehem im Westjordanland die medizinische Betreuung mehrerer evakuierter Kinder übernommen. Die Situation für die Zivilbevölkerung bleibt schwierig, und der Weg zu einem nachhaltigen Frieden ist weiterhin lang.
Getragen wird das Spital vom Verein Kinderhilfe Bethlehem mit Geschäftssitz in Luzern. Für die humanitäre Hilfe im Kontext des Gaza-Krieges stellt der Administrationsrat des Katholischen Konfessionsteils St.Gallen dem Verein einen Beitrag von 25'000 Franken zur Verfügung.
Grosses Leid nach Hurrikan «Melissa»
Auch Menschen in Kuba können auf die Unterstützung der St.Galler Katholiken zählen. Seit dem Hurrikan «Melissa», der Ende Oktober 2025 über die Insel zog, erleben viele Familien grosses Leid. Zahlreiche Menschen haben ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Verschärft wird die Situation durch den Mangel an Grundgütern, eine angespannte epidemiologische Lage sowie anhaltende Stromausfälle.
Die Kirche auf Kuba ist für viele Menschen eine stille Hoffnungsträgerin. In einem Umfeld, das von wirtschaftlichen Engpässen, eingeschränkten Freiheiten und fehlenden Perspektiven geprägt ist, kommt ihrer seelsorgerischen und sozialen Präsenz eine besondere Bedeutung zu. Sie stärkt die Menschen spirituell, organisiert gemeinschaftliche Hilfeleistungen und fördert den familiären sowie sozialen Zusammenhalt.
Eine zentrale Rolle bei der Unterstützung der Betroffenen spielt die Organisation Kirche in Not (ACN). Der Administrationsrat des Katholischen Konfessionsteils St.Gallen hat ihr Hilfsgelder in der Höhe von 15'000 Franken zugesichert.