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Ausland
04.01.2026
04.01.2026 14:23 Uhr

USA nehmen Maduro fest

Die USA haben den umstrittenen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seine Ehefrau festgenommen (Symbolbild)
Die USA haben den umstrittenen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seine Ehefrau festgenommen (Symbolbild) Bild: The White House
In den frühen Morgenstunden des 3. Januar 2026 starteten die USA einen massiven Militärschlag gegen Venezuela. Ziel der Operation war die Absetzung und Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro.

In den frühen Morgenstunden des 3. Januar führten die USA eine gross angelegte Militäroperation in Venezuela durch, die nach internen US-Angaben unter dem Codenamen «Operation Absolute Resolve» lief.

Dabei wurden Luftangriffe und Explosionen in der venezolanischen Hauptstadt Caracas und weiteren Regionen gemeldet, begleitet von tief fliegenden Flugzeugen und starker militärischer Präsenz. Über 150 US-Kampfflugzeuge aus verschiedenen Luftwaffen- und Marineverbänden sollen eingesetzt worden sein.

Maduro und seine Frau in Gewahrsam

Spezialkräfte der US-Delta Force stürmten offenbar ein Anwesen in Caracas, überwältigten Präsident Maduro und seine Frau Cilia Flores und brachten sie in US-Gewahrsam. 

Maduro und Flores wurden zunächst auf einem US-Kriegsschiff untergebracht und anschliessend in die USA gebracht, wo sie in New York vor Gericht wegen mutmasslicher Verbrechen wie Narko-Terrorismus und Drogenhandel gestellt werden sollen.

In Venezuela erklärte die Regierung den Notstand, verurteilte die Angriffe als «militärische Aggression» und berichtete von Opfern unter Soldaten und Zivilisten.

USA stellen Maduro vor Gericht

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump verteidigte die Operation als notwendig, um Maduro von der Macht zu entfernen und ihn für schwere Straftaten zur Rechenschaft zu ziehen – darunter Drogenhandel, Terrorismus und organisiertes Verbrechen.

Trump kündigte an, dass die USA «Venezuela vorübergehend verwalten» würden, bis ein sicherer Übergang der Macht möglich sei.

Trump rechtfertigte das Vorgehen auch mit einer Neuinterpretation der Monroe-Doktrin, die den Einfluss der USA in der westlichen Hemisphäre betont.

Sehr unterschiedliche internationale Reaktionen

Die Reaktionen auf den Angriff reichten von scharfer Kritik bis zu vorsichtiger Zustimmung. Venezuela selbst verurteilte die Operation als «militärische Aggression» und rief zur Verteidigung der Souveränität auf.

China sprach von einem Verstoss gegen internationales Recht und warnte vor Destabilisierung in der Region. Länder wie Brasilien und Mexiko verurteilten die Angriffe als inakzeptabel und gefährlich für den regionalen Frieden. Die United Nations und mehrere Staaten, darunter auch die Schweiz, riefen zur Zurückhaltung und zur Achtung des Völkerrechts auf.

Einige Regierungen, etwa aus Argentinien, äusserten dagegen Zustimmung zur Entfernung Maduros, sahen aber gleichzeitig die Notwendigkeit für geordnete politische Prozesse.

In Teilen der venezolanischen Diaspora und unter Gegnern Maduros kam die Nachricht gemischt, teils mit Erleichterung, teils mit Besorgnis über die Folgen externer Intervention.

Rechtliche und politische Debatte

Experten sehen in dem Angriff eine gravierende Herausforderung für das Völkerrecht. Nach allgemeiner internationaler Rechtslage ist militärische Gewalt gegen einen souveränen Staat nur in sehr engen Ausnahmefällen zulässig – etwa zur Selbstverteidigung oder bei ausdrücklicher Ermächtigung durch den UN-Sicherheitsrat.

Viele Rechtswissenschaftler halten die US-Aktion deshalb für illegal und als gefährlichen Präzedenzfall.

Neuer geopolitischer Brennpunkt

Der Angriff hat die Beziehungen zwischen den USA und vielen Staaten neu definiert. Er könnte langfristige Konsequenzen für die Stabilität in Lateinamerika, das Verhältnis grosser Mächte wie China oder Russland und den internationalen Rechtsrahmen haben.

Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, wie Venezuela intern und international auf diese dramatische Eskalation reagiert – und ob es zu einer dauerhaften politischen Neuordnung kommt.

Quellen: euronews, Reuters, The Washington Post, The Guardian, Swissinfo

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