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Leserbrief
Leserbriefe
17.09.2020

Die DBG-Revision des Parlaments ist eine Mogelpackung

Bild: zVg
Einst wollte der Bundesrat mit der Revision des Gesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG) die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern.

Einst wollte der Bundesrat mit der Revision des Gesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG) die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern. Was nach der “Überarbeitung” des Entwurfes durch unser Parlament – der an der Vorlage zu kritisierende Punkt wurde übrigens erst nach dem Vernehmlassungsverfahren als Einzelantrag aus den Reihen der CVP durchgedrückt – geblieben ist, ist ein jährliches Steuergeschenk von CHF 370 Millionen an die Reichsten in unserem Land. Denn von dieser Gesetzesänderung profitieren einzig Familien mit einem jährlichen Einkommen von über CHF 150’000.00. Alle anderen gehen leer aus, dürfen dafür aber die Ausfälle in der Bundeskasse mittragen. Auch verfehlt die Vorlage ihr einstiges Ziel: Es werden nur am Rande bessere Anreize für erwerbstätige Eltern geschaffen. Primär reduziert sich die Steuerbelastung für Gutverdiener. Eine Vermögensverschiebung von Arm zu Reich ist definitiv nicht etwas, was die Schweiz heuer anstreben sollte. Da bleibt nur reins: Zurück an den Absender. Deshalb stimme ich am 27.09.20 NEIN gegen diese Mogelpackung.

Fabian Giuliani, Anwaltssubstitut und Präsident jglp SG