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Kanton
14.03.2024

Weniger Unfälle – aber mehr tödliche

Mit 19 Toten weist die Statistik vier Getötete mehr als noch im Vorjahr aus.
Mit 19 Toten weist die Statistik vier Getötete mehr als noch im Vorjahr aus. Bild: Kapo SG
Die Kantonspolizei St.Gallen hat die Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2023 veröffentlicht. Die Gesamtunfallzahl hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht reduziert. Die Anzahl der tödlichen Unfälle ist jedoch gestiegen.

Der Leiter Verkehrspolizei der Kantonspolizei St.Gallen, Philipp Sennhauser, führt in seinem Vorwort aus, dass der hohe Mobilitätsgrad in der Bevölkerung auch seine Schattenseiten habe – im vorliegenden Beispiel in Form von Verkehrsunfällen.

Die aktuelle Statistik liefert dazu folgende Erkenntnisse:

  • Die Anzahl erfasster Verkehrsunfälle ist mit insgesamt 2481 Unfällen leicht gesunken.
  • Bei Verkehrsunfällen auf St.Galler Strassen verloren insgesamt 19 Personen ihr Leben.
  • Die Zahl der Schwerverletzten ist auf insgesamt 252 Personen gegenüber 238 im Vorjahr angestiegen, während mit 865 Leichtverletzten etwas weniger Personen diese Folgen zu tragen hatten.
  • Motorradunfälle haben stark zugenommen auf 215 Unfälle, gegenüber 180 im Vorjahr. Insbesondere Fahrer im Alter zwischen 16 und 18 Jahren waren für fast einen Drittel der Unfälle verantwortlich.
  • Bei den übrigen Zweirad-Unfällen (Fahrrad, E-Bikes) ist mit 139 Unfällen respektive 110 gegenüber 137 respektive 119 im Vorjahr eine Stabilisierung der Unfallzahlen erkennbar. 
  • Leider haben Unfälle mit Fussgängern zugenommen. Bei 115 Unfällen gegenüber 108 im Vorjahr waren Fussgänger beteiligt. Fünf Fussgänger erlitten tödliche Verletzungen. 
  • Alkohol ist im Strassenverkehr immer noch ein grosses Problem. 259 Unfälle gegenüber 249 im Vorjahr waren als Hauptursache auf Alkohol zurückzuführen. 
  • Die Unfallzahlen auf der Stadtautobahn St.Gallen haben trotz Baustelle von 78 im Vorjahr auf 74 im 2023 leicht abgenommen. 

Kantonspolizei bleibt aktiv

Wie Philipp Sennhauser in seinem Vorwort weiter ausführt, bedeuten diese Zahlen für die Arbeit der Kantonspolizei St.Gallen, dass sie auch in Zukunft dort aktiv sein wird, wo die häufigsten Unfallursachen zu finden sind. Dazu gehören zu hohe Geschwindigkeiten, mangelnder Abstand, zu wenig Aufmerksamkeit und das Lenken eines Fahrzeugs nach Alkohol- und/oder Drogenkonsum.

Sennhauser sagt aber auch: «Ohne die Mithilfe eines Einzelnen nützen diese polizeilichen Tätigkeiten wenig. Zu den einfachsten Massnahmen gehört der Eigenschutz, zum Beispiel durch das Tragen eines Helms und gut sichtbarer Kleidung, das defensive Fahren und die gegenseitige Toleranz.»

Die Kantonspolizei St.Gallen wird also weiterhin versuchen, gemeinsam mit Partnerorganisationen, auf Gefahren und Risiken hinzuweisen und mit präventiven Massnahmen solche Unglücksfälle zu verhindern. Daneben wird sie auch durch repressive Massnahmen fehlbare Verkehrsteilnehmende daran erinnern, welche Regeln gelten und wie sie einzuhalten sind.

pd/jos
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