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Leserbrief
Leserbriefe
01.09.2020

S-Bahn: Studie zeigt auf, wie es ohne Ausbau geht

Mit den Bahnverbindungen in der Region steht es nicht zum Besten. Substantielle Verbesserungen werden vom Kanton und der SBB erst für das Jahr 2035 oder gar später in Aussicht gestellt.

Zusätzliche Fernverkehrsverbindungen Richtung Zürich verunmöglichen künftig Verbesserungen bei den S-Bahn-Verbindungen. Die IGöV St.Gallen hat in einer auch von der Regio St.Gallen unterstützten Studie aufgezeigt, dass es auch anders geht.

Wir benötigen weder weitere Fernverkehrsverbindungen nach Westen, noch teure Ausbauten. Was wir brauchen sind gute S-Bahnverbindungen auf den Achsen Wil – St.Gallen – Rorschach und Herisau – Wittenbach, welche schnelle Anschlüsse auf den Fernverkehr ermöglichen. Das wird möglich, sobald Neigezüge künftig via Wallisellen nach Zürich fahren, wodurch die Fahrzeiten massiv beschleunigt und Kapazitäten für eine funktionierende S-Bahn frei werden. Damit wollen wir nicht bis 2035 warten, sondern verlangen, dass die Ideen der Studie baldmöglichst umgesetzt werden, damit Stadt und Region als Ganzes profitieren.

Der Bahnhof St.Fiden ist als Verkehrsdrehscheibe und Haltepunkt für mehrere tausend Arbeitsplätze in der Nähe (Kantonsspital) aufzuwerten. Insbesondere in einer Stadt mit der ausgeprägten Ost West Dimension wie St.Gallen drängt es sich ja geradezu auf, die schnellen innerstädtischen S-Bahnen zu verbessern und attraktive Verbindungen zu ermöglichen. Damit muss laut Studie und entgegen der Aussagen des Stadtrates nicht bis 2035 gewartet werden. So wird die nachhaltige Mobilität gefördert, die Umwelt begünstigt und das wirkt sich positiv auf die Wirtschaft wie auch die Stadtattraktivität aus - dafür setze ich mich als Stadtparlamentarierin und Mitglied der IgöV ein.

Barbara Hächler, Stadtparlamentarierin CVP und Mitglied der IgöV Stadt St.Gallen