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Leserbrief
Kanton
20.04.2022

«Nein zum konsumentenfeindlichen Filmgesetz»

Joel Mäder, Präsident der Jungfreisinnigen Kanton St.Gallen
Joel Mäder, Präsident der Jungfreisinnigen Kanton St.Gallen Bild: zVg
Am 15. Mai stimmt die Stimmbevölkerung unter anderem über die vom Bund lancierte Änderung im Filmgesetzt ab. Joel Mäder, Präsident der Jungfreisinnigen des Kantons St.Gallen, erklärt in einem Leserbrief, wieso er diese Änderung ablehnt.

Ich lehne das missratene Filmgesetz am 15. Mai ab. Bereits heute wird das Schweizer Filmschaffen mit 120 Millionen Franken pro Jahr grosszügig unterstützt, ein Grossteil davon aus Steuergeldern (Bundesamt für Kultur) und Serafe-Zwangsabgaben (SRG). Das ist genug. Es kann nicht sein, dass Konsumentinnen und Konsumenten nun ein drittes Mal zur Kasse gebeten werden.

Zudem diskriminiert das Filmgesetz private TV-Anbieter wie 3+, welche diese Zwangsabgabe ebenfalls leisten müssen. Von gleichlangen Spiessen kann also keine Rede sein, wenn Schweizer Privatsender gegenüber der SRG benachteiligt werden. Das ist unfair und gefährdet Arbeitsplätze bei innovativen Schweizer Fernsehbetrieben.

Die Folgen tragen wir Konsumentinnen und Konsumenten: durch die willkürliche 30-Prozent-Quote an europäischen Filmen zählt nicht mehr die Qualität oder Nachfrage eines Films, sondern nur noch dessen Herkunft. Wir haben weniger Auswahl, währenddessen sich die Schweizer Filmlobby eine goldene Nase verdient. Deshalb sage ich am 15. Mai Nein zum konsumentenfeindlichen Filmgesetz.

Joel Mäder, Präsident der Jungfreisinnigen Kanton St.Gallen