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Stadt St. Gallen
02.12.2021
02.12.2021 13:01 Uhr

St.Galler Chefarzt platzt wegen Ungeimpften der Kragen

Sandro Stöckli ist Chefarzt am KSSG
Sandro Stöckli ist Chefarzt am KSSG Bild: kssg/keystone
In den St.Galler Spitälern spitzt sich die Corona-Lage weiter zu, was zu Verschiebungen von wichtigen Operationen führt. Chefarzt Sandro Stöckli macht seinem Ärger auf Linkedin Luft – dafür gibt es Kritik und Lob.

Die fünfte Corona-Welle zerrt an den Nerven der Menschen, die an vorderster Front kämpfen. Immer mehr Spitäler und Ärzte schlagen wegen zunehmender Hospitalisierungen Alarm, wie auch Kantonsspital-Chefarzt Sandro Stöckli. «Total frustrierend für Ärzt:innen und Pflegende und total belastend für Patient:innen und Angehörige! Wir mussten heute bereits wieder dringliche Krebsoperationen verschieben, weil die Intensivstationen von ungeimpften COVID-Patienten gefüllt sind», beginnt sein Linkedin-Post.

Weiter schreibt er: «Das ganze Theater fängt wieder an und wird in den nächsten Wochen noch schlimmer. Wurde von den Experten so vorausgesagt, aber von Politik und Teilen der Bevölkerung nicht gehört. Lasst Euch impfen, sonst geht das ewig so weiter. Entweder wir erreichen freiwillig eine genügende Durchimpfungsrate oder das Impfobligatorium wird kommen. Es gibt keine Alternative auf dem Weg zurück zur Normalität.»

Bild: Screenshot Linkedin

Der Post hat über 1350 Reaktionen und 157 Kommentare. Während viele für die Aussagen des Chefarztes digital applaudieren und einen «Daumen-Hoch» hinterlassen, gibt es auch Kritik. So schreibt ein User: «Im Jahr 2020 wurden in St.Gallen 4! Spitäler geschlossen! Richtig? Während dieser tödlichen Pandemie? Doch die Schuld liegt natürlich bei den gesunden Ungeimpften! Es gibt keine Alternativen? Und wie machen das die massnahmenlosen Länder?»  Stöckli kontert: «Die geschlossenen Spitäler hatten keine Intensivstationen. Ihr Argument ist nicht zu Ende gedacht, sorry». 

 

mik/stgallen24