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Stadt muss 41 Bäume fällen

Bild: stadt.sg.ch
Im Winter 2021/22 müssen in der Stadt St.Gallen auf öffentlichen Flächen 41 Bäume gefällt werden. Dies sind deutlich weniger als in den vergangenen Jahren. Die Arbeiten starten Mitte Dezember und dauern bis Ende Februar. Ab April werden die Ersatzpflanzungen vorgenommen.

Die Bäume auf öffentlichen Flächen werden regelmässig durch spezialisierte Personen von Stadtgrün kontrolliert. Alte, geschwächte oder kranke Bäume tragen zum Teil grössere Mengen Totholz in ihren Kronen. Dies kann beim unerwartetem Herunterfallen ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Dieses Totholz werde entfernt, um die Sicherheit gewährleisten zu können. Weiter können Sicherungen eingebaut werden, um den Ausbruch gefährdeter Kronenteile zu vermeiden. Erst wenn alle Kontroll-, Sicherungs- und Pflegemassnahmen ausgeschöpft sind oder der Baum in seiner Standsicherheit erheblich eingeschränkt ist, wird eine Fällung vorgenommen.

Wenig Fällungen dank kühlem Sommer

Ein Grund für die relativ geringe Anzahl zu fällender Bäume liegt in den verhältnismässig günstigen Witterungsverhältnissen der letzten beiden Jahre. Das Ausbleiben von längeren Hitze- und Trockenperioden verursachte weniger Stress für die Bäume. Im Vorjahr mussten noch 50 Bäume gefällt werden.

14 der betroffenen Bäume sind Eschen. Das Eschentriebsterben, verursacht durch einen Pilz, hat sie derart geschwächt und den Weg für Folgeschädlinge geebnet, dass sie nun aus Sicherheitsgründen gefällt werden müssen. Eine grössere Esche steht auf dem Burgweierareal zwischen Tröckneturm und Kapelle beim Waldackerweg. Auch bei zwei stattlichen Buchen kann die Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden: Eine steht auf dem Areal der Villa am Berg, die andere im Kirchhofergut.

Nach der Fällung erfolgt die Neupflanzung

Wenn immer möglich wird nach der Fällung eines Baumes im Frühling eine Ersatzpflanzung vorgenommen, um den Baumbestand auf öffentlichen Flächen langfristig sichern zu können. Vereinzelt können natürlich verjüngte Bäume am bestehenden Standort verwendet werden, in den meisten Fällen erfolgt eine Pflanzung eines Baumes aus der Baumschule. An einzelnen Stellen können sogar zusätzliche Baumstandorte geschaffen werden.

Zusätzlich konnten vor wenigen Tagen die Bäume vor der Tonhalle entlang der Blumenaustrasse nachgepflanzt werden. Sie mussten vor einigen Jahren krankheitshalber gefällt werden und konnten aufgrund von Bauarbeiten nicht sofort ersetzt werden.

Gemäss Baumstrategie der Stadt St.Gallen werden bei den Neupflanzungen Baumarten verwendet, welche am entsprechenden Standort möglichst gute Wachstumsbedingungen haben. Aufgrund des Klimawandels sei diese Aufgabe besonders herausfordernd, weil Bäume, die heute gepflanzt werden, den Klimabedingungen der kommenden Jahrzehnte standhalten müssen.

Zudem muss mit neuen Schädlingen gerechnet werden. Deshalb versucht Stadtgrün in den Anlagen und entlang der Strassen verschiedene Baumarten zu pflanzen, um bei einem starken Schädlingsbefall einer bestimmten Baumart nicht allzu grosse Verluste im gesamten Baumvolumen hinnehmen zu müssen.

pez/pd