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Region
29.11.2021
29.11.2021 14:15 Uhr

Neues Zukunftsbild für die Region

David Ganz, Leila Hauri, Maria Pappa, Michael Götte und Daniel Büchel bei der Lancierung der erneuerten Strategie.
David Ganz, Leila Hauri, Maria Pappa, Michael Götte und Daniel Büchel bei der Lancierung der erneuerten Strategie. Bild: Marcello Engi
Die Regio Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee hat das vergangene Jahr genutzt, um ihre Strategie auf neue Herausforderungen und Rahmenbedingungen auszurichten. Im Rahmen der Mitgliederversammlung vom 25. November wurde die neue Strategie lanciert.

Anlässlich der Gründung der Regio sind 2011 in einem «Porträt und Zukunftsbild» Schwerpunkte und Strategiefelder definiert sowie als Grundlage für die Tätigkeitsfelder der Regio verabschiedet worden. Nicht nur die Regio und die Akteurslandschaft hätten sich in den letzten zehn Jahren gewandelt. Auch gesellschaftliche, wirtschaftliche wie auch politische Rahmenbedingungen hätten sich verändert und neue Herausforderungen werden in den nächsten Jahren auf uns zukommen, schreibt die Regio in einer Medienmitteilung.

Aus diesem Grunde sei es angezeigt gewesen, die bisherige Regio-Strategie zu überprüfen. «Denn nur wenn wir diesen Entwicklungen Rechnung tragen und uns vorausschauend auf sich verändernde Gegebenheiten einlassen, kann die Regio wirkungsvoll zu einer zukunftsfähigen Entwicklung der Region beitragen», erläutert Leila Hauri, Geschäftsleiterin der Regio.

Partizipativer Prozess zu einer gemeinsamen Vision

Nach dem Entscheid für eine Strategieüberprüfung und -erneuerung hat im Frühling 2021 ein partizipativer Prozess gestartet: Relevante Akteure aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft wurden schrittweise miteinbezogen. So habe die Regio nicht nur ihr bereits, dicht geflochtenes Netzwerk und die Zusammenarbeitskultur stärken können, sondern auch Bedürfnisse sowie Ansprüche dieser wichtigen Schlüsselakteure frühzeitig und über den gesamten Prozess hinweg einbinden.«Die Regio ist eine Netzwerkorganisation. Zusammenarbeit ist Teil unserer DNA. Durch den Strategieprozess konnten wir dieses Bewusstsein stärken», führt Hauri aus.

Eine neue Vision für die Region resultierte; Michael Götte, Präsident Regio, hat deren wichtigste Elemente zusammengefasst: «Unsere Region lebt von kurzen Wegen. Menschen, Institutionen und Unternehmen legen Wert auf ein pragmatisches Miteinander. Lebensqualität und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sind hoch und die Region entwickelt sich entlang der vielfältigen Bedürfnisse und Lebensentwürfe der Menschen, die hier leben und arbeiten. Wir bündeln unsere Kräfte und gestalten eine nachhaltige Zukunft. Wir zeigen uns selbstbewusst!»

Drei Handlungsfelder geben Richtung vor

Im Zentrum des Zukunftsbilds der Regio stehen neu drei Handlungsfelder, entlang derer sie künftige Vorhaben und Kooperationen angeht:

  • Regionale Einzigartigkeit stärken
  • Erfolgreiches Zusammenwirken fördern
  • Wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen mitgestalten

Diese drei Handlungsfelder hätten sich im Laufe des partizipativen Prozesses als Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit den Stärken, Schwächen und Potenzialen der Region wie auch der Regio als Organisation herauskristallisiert. Die erneuerte Strategie mache nicht alles neu, setze aber andere Akzente.

«Wir rücken das Zusammenwirken und Zusammenarbeiten noch viel stärker in den Vordergrund. Gleichzeitig richten wir unsere strategischen Ziele nicht mehr an räumlichen Kriterien aus, sondern an Handlungsfeldern, die für die erfolgreiche Entwicklung der Region zentral sind und wo wir als Regio relevante Beiträge leisten können», erläutert Hauri.

In den Themenbereichen Lebensqualität, Sichtbarkeit, Tourismus, Dialog, Partnerschaften, Synergien, Neue Arbeitswelten, Wissens- und Praxistransfer sowie Raum und Mobilität möchte die Regio sich künftig verstärkt einbringen, um nachhaltigen Mehrwert für die Region zu schaffen – gemeinsam mit ihren Mitgliedsgemeinden und Mitgliedsorganisationen sowie Schlüsselpartnern.

Austausch zwischen Politik und Wirtschaft stärken

Die Regio sei über den Ausschuss Wirtschaft auch eng mit der Wirtschaft und deren Interessensverbänden vernetzt, heisst es weiter. Daher sei der abgeschlossene Strategieprozess auch für David Ganz, Mitglied des Regio-Leitungsgremiums und Präsident Ausschuss Wirtschaft, wertvoll: «Der enge Austausch zwischen Wirtschaft und Politik ist in der erneuerten Strategie stärker und noch präziser abgebildet. Das begrüssen wir sehr, denn es ist zentral, dass wir uns gemeinsam für möglichst ideale Rahmenbedingungen einsetzen.»

«Attraktive Arbeitsplätze alleine reichen beispielsweise nicht aus, um als Region junge Talente und Fachkräfte anzuziehen und zu halten. Auch Freizeit- und Wohnangebote bis hin zu einem familienfreundlichen Umfeld sind mitentscheidend. Letztlich ist es ein Mix von zahlreichen Faktoren, der stimmen muss», führt Ganz weiter aus.

Mitgliederversammlung als Startschuss

Das partizipativ erarbeitete Zukunftsbild wurde am vergangenen Donnerstag, 25. November, an der Mitgliederversammlung der Regio im Kreis zahlreicher Beteiligter offiziell lanciert. Damit sei ein wichtiger Meilenstein erreicht und der Startschuss erfolgt, um den Worten nun Taten folgen zu lassen.

Konkret zeichnet sich der Fokus auf das verstärkte Zusammenwirken bereits ab: Strategische Partnerschaften, vor allem mit den Mitgliedsorganisationen der Regio (SGBT, Olma, OST, Uni St.Gallen), aber auch mit weiteren Schlüsselakteuren werden gezielt geprüft und vertieft, um die Wirkung der Regionalentwicklung zu skalieren. Auch auf Projektebene sind neue Ideen am Entstehen.

Für Götte zeigt sich nach dem Strategieprozess umso mehr: «Wir sind über Gemeinde- und Kantonsgrenzen hinweg aktiv und vernetzen Politik und Wirtschaft. Das ist eine Errungenschaft, die wir unbedingt weiter pflegen und nutzen wollen. Die erneuerte Strategie gibt uns den Orientierungsrahmen für unser gemeinsames Wirken vor. Nun liegt es an uns allen, aus Absichten Tatsachen werden zu lassen.»

pez/pd