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Gesundheit
22.11.2021

Engelberger erwartet schärfere Massnahmen

In Kürze könnte es in den Kantonen weitere Massnahmen gegen das Coronavirus geben. Das sagte Lukas Engelberger, Präsident der Kantonalen Gesundheitsdirektionen (GDK), in einem Interview mit Zeitungen von Tamedia von Montag.
In Kürze könnte es in den Kantonen weitere Massnahmen gegen das Coronavirus geben. Das sagte Lukas Engelberger, Präsident der Kantonalen Gesundheitsdirektionen (GDK), in einem Interview mit Zeitungen von Tamedia von Montag. Bild: KEYSTONE/ANTHONY ANEX
Lukas Engelberger, Präsident der Kantonalen Gesundheitsdirektionen (GDK), geht davon aus, dass es in Kürze weitere Massnahmen gegen das Coronavirus geben wird. In den Kantonen gäbe es Diskussionen über Verschärfungen.

Die Kantone sollten nun ihren Spielraum nutzen, auch wenn dieser limitiert sei, sagte der GDK-Präsident und Basler Gesundheitsdirektor in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen von Montag. Sollte das nicht reichen, um auf die hohen Infektionszahlen zu reagieren, müsse der Bundesrat aktiv werden.

Konkret könnten die Kantone die Zertifikatspflicht auf weitere Einrichtungen und Bereiche ausdehnen - etwa auf Besuchende und Mitarbeitende in Pflegeheimen oder Spitälern. Auch die Wiedereinführung der Maskenpflicht sei rasch möglich - etwa an Anlässen mit Zertifikatspflicht oder in den Schulen. Den Ansatz mit dem 3G-Zertifikat sollten die Kantone aber seiner Meinung nach nicht infrage stellen. Dieser Ansatz sei durch das Bundesrecht vorgegeben.

Gegenüber CH Media forderte Engelberger ausserdem «eine Verstärkung der Schutzmassnahmen an den Schulen». Der Schulbetrieb könne nur aufrecht erhalten werden, «wenn alle Kantone ausreichende Massnahmen ergreifen, um die Schülerinnen und Lehrpersonen vor einer Ansteckung zu schützen». Das könnte zum Beispiel mit einer Maskenpflicht flächendeckenden repetitiven Pooltests geschehen.

Was die Booster-Impfungen betrifft, so geht Engelberger im Tamedia-Interview davon aus, dass noch gar nicht so viele Personen unter 65 Jahren vor dem neuen Jahr eine Auffrischung brauchen. Wann diese Gruppe einen Booster bekommen könne, hänge aber auch davon ab, wie stark die über 65-Jährigen und die Risikopersonen den Booster in Anspruch nehmen. In Basel seien die verfügbaren Booster-Termine derzeit jedenfalls noch gar nicht ausgebucht.

Das medizinische Fachpersonal, das es für die Impfungen brauche, sei aber knapp, sagte Engelberger zudem. So brauche man im Moment auch noch Personal für die mobilen Einheiten, die in den Pflegeheimen die Booster-Impfungen machen.

Die Booster-Impfung reduziere bei den Älteren das individuelle Krankheitsrisiko, erinnerte Engelberger. Bei den Jüngeren diene die Auffrischungsimpfung vor allem dazu, die Ansteckungszahlen zu reduzieren - «hier ist er vor allem ein Akt der Solidarität". "Noch wichtiger wäre aber, dass sich die bisher Ungeimpften impfen lassen würden.»

sda/stgallen24