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Kanton
25.09.2021

Was unternimmt die Regierung gegen Foodwaste?

Bild: Pixabay: vuesduciel
In einer einfachen Anfrage will FDP-Politikerin Brigitte Pool wissen, was der Kanton St.Gallen gegen Lebensmittelverschwendung unternimmt und ob die Kampagne 2019 zu einer messbaren Bewusstseinsbildung beigetragen hat.

Foodwaste steht für das Wegwerfen von Lebensmitteln, die eigentlich zum Verzehr vorgesehen waren. Lebensmittelverschwendung kann auf jeder Produktionsstufe von Nahrungsmitteln geschehen: beim Anbau, bei der Verarbeitung, beim Verkauf und auch beim Endkonsumenten. Generell wird unterschieden zwischen vermeidbaren und unvermeidbaren Lebensmittelverlusten.

Zur vermeidbaren Verschwendung zählt alles, was essbar ist, aber nicht den Weg auf unsere Teller findet. Gründe dabei können beispielsweise Verderben oder Qualitätsmängel sein. Unvermeidbare Lebensmittelverschwendung hingegen sind zum Beispiel Knochen, Rüstabfälle oder
Lebensmittel, die trotz korrekter Lagerung von Krankheitserregern befallen werden.

«Lebensmittelverschwendung ist eine Verschwendung wichtiger Ressourcen wie Ackerland, Wasser und Energie. Gerade bei den Diskussionen um den Klimawandel und die Verminderung des Ausstosses von CO2 kommt der Thematik von Foodwaste eine hohe Priorität zu. Auch finanziell ist Foodwaste eine Verschwendung; im Schnitt wirft jeder Schweizer Haushalt für 600 Franken im Jahr Lebensmittel weg. 2,8 Mio. Tonnen Lebensmittelverluste fallen in der Schweiz jährlich an», schreibt FDP-Politikerin und Tierärztin Brigitte Pool in einer einfach Anfrage. Dies entspricht 330 Kilogramm pro Person und Jahr oder etwa einem Viertel der Treibhausgase, die wir durch unsere Ernährung verursachen.

Davon fallen 13 Prozent in der Landwirtschaft, 38 Prozent in der Verarbeitung, acht Prozent beim Gross- und Detailhandel, 10 Prozent in der Gastronomie und 31 Prozent beim Endkonsumenten an (Quelle BAFU 2019).

Ende 2019 hat der Kanton St.Gallen eine Infokampagne bezüglich Foodwaste durchgeführt. Deshalb will Pool wissen, ob die Kampagne 2019 zu einer messbaren Bewusstseinsbildung beigetragen hat und bittet ausserdem um die Beantwortung folgender Fragen: 

  • Welche weiteren Massnahmen sieht die St.Galler Regierung vor, um sich dieser Thematik
    im Sinne einer nachhaltigen und CO2-optimierten Ernährung anzunehmen?
  • Was unternimmt die Regierung konkret bei den staatseigenen bzw. staatsnahen Betrieben
    und Institutionen wie Spitälern, Kantinen, Bildungsinstitutionen usw., um die Lebensmittelverschwendung einzudämmen?
  • Was unternimmt der Kanton St.Gallen bei seinen eigenen landwirtschaftlichen Betrieben,
    damit möglichst wenig Nahrungsmittel verderben?
mik/pd