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Wittenbach
17.09.2021

Grünaustrasse wird zur 30er-Zone

Bild: Google Maps
Die Grünaustrasse soll saniert und zur Tempo-30-Zone umgestaltet werden. Um die Pläne der Bevölkerung vorzustellen, lud die Gemeinde vergangenen Freitag und Samstag diese zu einer Infoveranstaltung ein.

Letzten Freitagabend begrüsste Gemeinderat Urs Schnelli die rund 30 Besucher. Danach sprach Werner Lendenmann, Leiter Verkehrstechnik der Kantonspolizei St.Gallen, über das Thema «Sichtweiten» im Strassenverkehr. Dieses Thema ist im Sinne der Verkehrssicherheit unabdingbar und vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Mittels Aufnahmen von Unfällen, welche durch ein eingeschränktes Sichtfeld verursacht wurden, zeigte er die möglichen Folgen auf. «Reaktionen sind nur dann möglich, wenn Gefahr erkannt werden kann», so der Kantonspolizist. Die Verlangsamung des Tempos auf der Grünaustrasse würde dem entgegenkommen.

Viele Vorteile durch Tempo-30-Zone

Die Vorteile einer Tempo-30-Zone seien unbestreitbar. Durch die Drosselung der Geschwindigkeit gebe es Statistiken zufolge weniger Unfälle, bei denen Fussgänger oder Velofahrer involviert seien. Dazu steige die Überlebenschance von angefahrenen Personen um ein Vielfaches.

Auch der Schulweg der Kinder sei sicherer und der Verkehr fliesse gleichmässiger. «Der Zeitverlust ist dazu sehr gering. Im Falle der Grünaustrasse beträgt dieser etwa zwanzig Sekunden», so Lendenmann.

Fragerunde eröffnet

Daniel Worni, Leiter Bauverwaltung, informierte über die nächsten Schritte und zeigte anhand von Plänen auf, welche Massnahmen konkret geplant sind. Die Möglichkeit, nach der Veranstaltung Fragen zu stellen und Meinungen zu teilen, wurde rege genutzt. So wurde zum Beispiel der Vorschlag aus dem Publikum diskutiert, die Grünaustrasse zu sperren und den Verkehr umzuleiten. Dass dies nicht so einfach ist, erklärte Lendenmann den Anwesenden detailliert und liess mit seinen Ausführungen nach einer längeren Debatte keine Fragen mehr offen.

Daniel Worni und Urs Schnelli beantworteten Fragen zur Bepflanzung der Verkehrsinseln mit Bäumen statt den vorgeschlagenen Blumenrabatten. Schnelli wies die Fragestellenden darauf hin, dass die Bäume als wichtige Kompensatoren der durch den Verkehr verursachten CO2-Emissionen dienen werden.

pez/pd