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Kanton
13.09.2021

«Schweizer Seite in einen innerpolitischen Hickhack gezogen»

Vorarlbergs Landesrat Marco Tittler bei der Pressekonferenz anlässlich der Übergabe des Agglomerationsprogramms im Torkel Romenschwanden ob St.Margrethen
Vorarlbergs Landesrat Marco Tittler bei der Pressekonferenz anlässlich der Übergabe des Agglomerationsprogramms im Torkel Romenschwanden ob St.Margrethen Bild: Ulrike Huber
Anlässlich der Pressekonferenz zur Übergabe des Agglomerationsprogramms an den Kanton St.Gallen konnte der Vorarlberger Landesrat Marco Tittler persönlich zu den Vorgängen rund um die S18-Schnellstrassentrasse befragt werden.

Wie bereits berichtet, wurde in diesem Sommer die an und für sich bereits als Favorit konsentierte CP-Version für den seit Jahrzehnten überfälligen Bau der Schnellstrasse S18, die die beiden Rheintalautobahnen verbinden soll, durch die österreichischen und Vorarlberger Grünen wieder in Frage gestellt. Aus Wien wurde eine erneute Evaluierung der schon viele Male geprüften Trasse gefordert.

«Es tut uns sehr leid, dass die Schweizer Seite in einen innerpolitischen Hickhack gezogen wurde», spricht ÖVP-Landesrat Marco Tittler bei der Pressekonferenz anlässlich der Übergabe des Agglomerationsprogramms an den Kanton St.Gallen Klartext, «Das Agglomerationsprojekt sollte über alle politischen Grenzen hinweg funktionieren.»

CP-Variante klar vereinbart

Tatsächlich beeinträchtige die Vorgangsweise der Grünen die derzeit regierende ÖVP-Grüne Koalition im Land Vorarlberg. «Es war zwischen uns im Regierungsprogramm, das Richtschnur und Leitlinie für diese Legislaturperiode ist, ganz klar vereinbart, dass die CP-Variante ins Verfahren gebracht werden soll.» Das Ziel sei gewesen, alles für die Umweltverträglichkeitsprüfung UVP vorzubereiten und dieses Verfahren in Gang zu bringen. Was die Grünen mit ihrer in diesem Sommer gezeigten Vorgangsweisen torpediert haben.

In Kürze komme die Umwelt- und Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) ins Ländle. Gewessler ist es ja gewesen, die durch ihre erneute Forderung nach nochmaliger Evaluierung der CP-Variante den Bau der S18 wieder markant zurückgeworfen hat. «Wir werden mit ihr ein Gespräch führen, wie es jetzt weitergehen kann. Denn immerhin haben dreissig externe Büros mit mehr als einhundert Fachleuten die CP-Variante vorbereitet», so Landesrat Tittler.

Situation in Diepoldsau zeigen

rheintal24 nutzte die Gelegenheit, um den Landesrat zu ersuchen, der Frau Ministerin aus Wien auch die Situation in Diepoldsau zu zeigen. Die dortige Verkehrsbelastung durch den Transitstau mitten durchs Ortszentrum ist eine direkte Folge des Nichtbaus der seit über fünfzig Jahren überfälligen Schnellstrasse S18.

rheintal24/gmh/uh