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Teufen AR
02.08.2021

«High Performance Battery» für Nachhaltigkeitspreis nominiert

Thomas Lützenrath, COO der High Performance Battery Holding AG
Thomas Lützenrath, COO der High Performance Battery Holding AG Bild: HPB
Die High Performance Battery Holding AG aus Teufen wurde für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert. Sie entwickelt Feststoffakkus mit extremer Lebensdauer bei 50 Prozent besserer Umweltbilanz.

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis ist eine Auszeichnung für Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Forschung. Er wird von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, kommunalen Spitzenverbänden, Wirtschaftsvereinigungen und Forschungseinrichtungen vergeben. Der Preis ist der grösste seiner Art in Europa. Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis prämiert Unternehmen, bei denen Nachhaltigkeit Teil des Geschäftsmodells ist.

«Klimawandel, Energiewende und die nachhaltige Speicherung von Strom aus erneuerbaren Energien sind auch wichtige Themen in der Schweiz. Auch sie kann sich der CO2-Diskussion nicht entziehen. Wir gehen fest davon aus, dass uns andere Länder, insbesondere die EU, zukünftig mit CO2-Strafzöllen belegen wird. Gleichfalls fordern viele Unternehmen schon heute von ihren Zulieferern die CO2-Neutralität per Zertifikat. Wir freuen uns daher sehr, einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Schweiz leisten zu können», sagt Thomas Lützenrath (Bild), COO der High Performance Battery Holding AG.

«Auch die Speicherung von Strom aus erneuerbaren Energien und die Glättung der Spitzenlastverbräuche im Stromnetz sind wichtige Anwendungen unserer Batteriespeicher. Von daher unterstützen wir den Standort Schweiz bei dem Ziel, unabhängig von ausländischen Stromimporten zu werden», so Lützenrath weiter.

Zuverlässige Speichertechnologie für eine erfolgreiche Energiewende

Das Ausserrhoder Start-up hat den weltweit ersten Feststoff-Akku entwickelt, dessen Herzstück – im Gegensatz zu allen anderen Feststoff-Akku-Vorhaben – das Ergebnis einer chemischen Reaktion innerhalb des Akkus ist. Werden üblicherweise Festionenleiter als Fertigteile in die Batterie eingebracht, entsteht der HPB-Festionenleiter ähnlich einem Zwei-Komponenten-Kleber erst in der Batteriezelle. Dadurch löst diese Technologie wesentliche Hürden für eine Serienproduktion von Feststoff-Akkus als mögliche Nachfolgetechnologie der Lithium-Ionen-Akkus auf.

Die Liste der positiven Eigenschaften des HPB-Feststoff-Akkus ist lang: Die innovative Batterietechnologie hat eine extrem hohe Lebensdauer ohne Leistungsverlust bei annähernd konstanter Kapazität. Ferner ist der Feststoff-Akku tiefentladefest und schnellladefähig, der Festionenleiter nicht entflammbar und somit sicher in der Nutzung. Darüber hinaus hat die neue Technologie eine um 50 Prozent verbesserte Umweltbilanz gegenüber herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien und kommt zudem ohne den umstrittenen Rohstoff Kobalt aus.

Die neue Batterietechnologie von High Performance Battery bedient ein breites Anwendungsfeld: Sie besitzt ein hohes Potenzial, künftig in der E-Mobilität – zu Lande, zu Wasser und in der Luft – eingesetzt zu werden. Insbesondere ist sie geeignet für die heimische Energieversorgung und das Zwischenspeichern von volatilem Strom aus Wind-, Wasser- und Sonnenenergie. Denn für das Gelingen der Energiewende muss umweltfreundlicher Strom aus erneuerbaren Energien zwischengespeichert werden und dann abrufbar sein, wenn der entsprechende Bedarf besteht – vom Privathaushalt bis zur industriellen Produktion.

Auch die Markterschliessung ist unkonventionell

Die HBP vergibt Lizenzen an Produzenten und Anwender für attraktive Marktsegmente. Für 2023 ist der Fertigungsstart der ersten Produktionslinie von 200 Megawattstunden geplant. Der modulare Aufbau der Produktion soll einen kurzfristigen Einstieg und eine einfache Skalierung auf Gigafactory-Niveau ermöglichen.

leaderdigital.ch/stz.