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20.07.2021
20.07.2021 13:42 Uhr

Grüsel-Restaurant serviert wieder Essen

Verschimmelter Broccoli, verdorbener Mozzarella, die Liste der Beanstandungen nach der Kontrolle eines Ausserrhoder Gastbetriebs ist lang.
Verschimmelter Broccoli, verdorbener Mozzarella, die Liste der Beanstandungen nach der Kontrolle eines Ausserrhoder Gastbetriebs ist lang. Bild: Kanton Appenzell Ausserrhoden
Zuerst sind in einem Urnäscher Restaurant gravierende Mängel bei der Hygiene festgestellt worden, dann zeigte es sich auch noch, dass eine Angestellte ohne Bewilligung arbeitete. Die Folge war die sofortige Schliessung – diese dauerte aber nicht lange.

Am 15. Juli führte die Lebensmittelkontrolle eine routinemässige Überprüfung des Gastrobetriebs durch. Dabei seien «zahlreiche verdorbene, überlagerte und verschimmelte Lebensmittel» entdeckt worden, die zudem bei zu hohen Temperaturen aufbewahrt wurden, teilte die Kantonskanzlei am Dienstag mit.

Mehrere Verstösse

Weil eine Gefährdung der Gäste des Restaurant nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde die sofortige Schliessung angeordnet. Neben den hygienischen Mängeln stellten die Kontrolleure zahlreiche Missstände bei der Reinigung fest. Ihnen fielen auch täuschende Angaben über die Herkunft der Lebensmittel auf: Für importierte Lebensmittel konnten weder Lieferscheine noch Zollpapiere vorgelegt werden.

Das war mal Mozzarella ... Bild: pd

Wieder geöffnet

Dann wurde auch noch das Arbeitsinspektorat aufgeboten. Bei der Überprüfung einer Angestellten aus einem Drittland stellte sich heraus, dass sie bereits eine Woche im Betrieb arbeitete - allerdings ohne die benötigten Bewilligungen. Gegen sie wurde die Ausschaffungshaft sowie eine Einreisesperre verfügt. Der Gastwirt wird angezeigt, weil er gegen das Ausländer- und Integrationsgesetz verstossen hat.

Der Gastbetrieb bekam Zeit, alle Mängel zu beheben. Die Beiz hatte sich zwei Tage nach der Schliessung gemeldet und konnte aufzeigen, dass die Mängel behoben wurden, wie Kurt Seiler, Chef des Lebesmittelinspektorats, zu «watson» sagt. Das Restaurant werde auch in Zukunft mit engmaschigen und stets unangemeldeten Kontrollen rechnen müssen. Um welches Urnäscher Restaurant es sich genau handelt, wurde auf Anfragen von stgallen24 «aus Datenschutzgründen» nicht bekanntgegeben.

sda/stgallen24