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Esten-Rocker verwüstet Hotelzimmer

Die Rockband Illumenium. Um welches Bandmitglied es sich bei den St.Galler Zechpreller handelt, ist nicht bekannt.
Die Rockband Illumenium. Um welches Bandmitglied es sich bei den St.Galler Zechpreller handelt, ist nicht bekannt. Bild: illumenium.com
Ein Mitglied der estnischen Rockband Illumenium hat ein St.Galler Hotelzimmer verwüstet – und ist danach verschwunden, ohne zu bezahlen.

Essensreste und Abfall im ganzen Zimmer, das Bett mit Sauce verschmiert, der Fussboden übersät mit leeren Bierdosen, der Gestank so schlimm, dass eine Woche am Stück gelüftet werden musste: In diesem Zustand hinterliess ein vorzeitig abgereister Gast sein Hotel in St.Gallen.

Gegenüber dem «St.Galler Tagblatt» erzählt der Hoteldirektor über die üblen Zustände im verwaisten Zimmer: «Es war in einem schlimmen Zustand.» Die Kissen habe man gleich entsorgen können, für den Raum sei eine Spezialreinigung nötig gewesen! Das Dreiste an der Geschichte: Der Gast hat auch noch die Zeche geprellt.

Der Mann ist Mitglied der Rockband Illumenium aus Estland, wie Recherchen des «Tagblatts» zeigen. Die Bandmitglieder und ihr Promoter-Team machten im deutschsprachigen Raum schon häufiger von sich reden. Der Skandalgruppe wird aufdringlicher CD-Verkauf auf offener Strasse, verwüstetes Mobiliar in Hotelzimmern und geklautes Musik-Equipment nachgesagt. In ihrer Heimat sollen die Musiker schon in zahlreichen Lokalen Hausverbot haben.

Auch der 27-Jährige ist in der Schweiz nicht unbekannt, denn er wurde bereits zuvor wegen Zechprellerei angezeigt. Aufgrund dieser Vorstrafe verdonnert ihn die Staatsanwaltschaft zu einer Geldstrafe von 2000 Franken inklusive Gebühren, weiss der «Blick». Zahlt er die Strafe nicht, droht dem Musiker ein Aufenthalt in einem Schweizer Gefängnis, so eine Mediensprecherin der St.Galler Staatsanwaltschaft. Für diese geprellte Rechnung würden ihm dann 36 Tage hinter Gittern blühen.

stgallen24/stz.