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Neue Präsidentin für das Rote Kreuz St.Gallen

Nachfolgerin Ursula Forrer und ihr Vorgänger Luzius Schmid.
Nachfolgerin Ursula Forrer und ihr Vorgänger Luzius Schmid. Bild: zVg
Aufgrund der anhaltenden Coronasituation wurde auch die diesjährig geplante Mitgliederversammlung schriftlich abgehalten. Nebst den üblichen statutarischen Geschäften fanden Ersatzwahlen statt, welche Ursula Forrer als neue Präsidentin bestimmten.

Dr. med. Luzius Schmid, welcher sich mehr als 30 Jahre – davon 11 Jahre als Präsident - für das schweizerische Rote Kreuz engagiert hat, tritt zurück. Schmid vertrat die Interessen des SRK Kanton St.Gallen durch sein Engagement als Präsident bei der Blutspende SRK Ostschweiz und während vieler Jahre auch als Stiftungsratsmitglied bei den Partnerorganisationen Benevol St.Gallen und beim SRK auf nationaler Ebene. Neu gewählt wurden Ursula Forrer als Präsidentin sowie PD Dr. med. Thomas Maier als Vorstandsmitglied. Forrer ist bereits bekannt als Präsidentin des Samariterverbands SG/FL, Maier ist Chefarzt der Psychiatrie St.Gallen Nord. Der Geschäftsleiter Christian Rupp und der Vorstand bedanken sich bei Dr. med. Luzius Schmid für sein langjähriges und unermüdliches Engagement.

Angebot coronakonform angepasst

Im Jahresbericht 2020 wird ersichtlich, dass das Jahr vor allem im Zeichen der Flexibilität und der Hilfsbereitschaft stand. Der Arbeitseinsatz der humanitären Organisation musste pandemiebedingt schnell und flexibel angepasst werden. Nach der Ausrufung des Lockdowns im März 2020 konnten rund 90% der Freiwilligen des Rotkreuz-Fahrdienstes, welche mit über 65 Jahren zur Risikogruppe gehörten, nicht mehr eingesetzt werden. In kürzester Zeit mussten neue, jüngere Freiwillige rekrutiert werden. Trotz dieser Einschränkungen konnten im vergangenen Jahr 32'560 Fahrten von insgesamt 594'453 Kilometern absolviert werden. Andere Bereiche, wie die Traumatherapie der Gravita SRK sowie die Bildung, haben ihr Angebot in kürzester Zeit auf Online-Medien umgestellt. Aber auch neue Angebote zur Unterstützung der Bevölkerung sind entstanden. Mit dem Telefonkontakt-Dienst wurde ein offenes Ohr für alleinlebende ältere Menschen geboten und der Heimlieferservice hat in Zusammenarbeit mit COOP die Risikogruppen versorgt. Armutsbetroffenen Familien, welche die Krise besonders hart trifft, wurden mit der «Auszeit zum Verschnaufen» Ferien ermöglicht.

Finanzielle Soforthilfe für armutsbetroffen Menschen geleistet 

Die Krise verschärfte zudem die finanzielle Situation von vielen armutsbetroffenen Menschen. Das SRK Kanton St.Gallen hat im letzten Jahr in Zusammenarbeit mit der Glückskette finanzielle Soforthilfe von insgesamt CHF 150'000 im Kanton St.Gallen ausbezahlt. Dabei wurden 169 Gesuche von Familien und Einzelpersonen bearbeitet. Inzwischen sind die Mittel der finanziellen Soforthilfe aufgebraucht. Betroffene können sich jedoch seit diesem Jahr an die Corona-Hilfe in ihrer Gemeinde wenden.   

Der Jahresbericht kann hier runtergeladen werden.

dg/pd