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Kanton
12.03.2021
12.03.2021 16:54 Uhr

«Made in St.Gallen»-Initiative stärkt produzierende Betriebe

Das offizielle Label «Made in St.Gallen» darf verwenden, wer Mitglied ist und im Kanton produziert Bild: Made in St.Gallen
Der Verein will Macher und produzierende Betriebe jeder Grösse vereinigen und dem Kanton St.Gallen als Produktionsstandort ein Gesicht geben.

Eine Region ist im Umbruch: Schon vor der Pandemie schwanden in den regionalen Zentren Retailflächen, standen Büros leer. Die Situation dürfte sich noch akzentuieren. Doch auch die Produktion ist im Umbruch: Digitalisierung und Automatisierung erlauben zunehmend dezentrale Herstellung und kürzere, geschlossene Produktionsketten auf kleineren Flächen, näher am Konsumenten. Und Nachhaltigkeitsbestrebungen befeuern die Bevorzugung lokaler, handwerklicher Produkte.

Vom KMU bis zum Konzern

Die Herstellung von Produkten, «das Machen», gerade in der teuren Schweiz, rückt damit wieder stärker ins Rampenlicht. Sie wird zum Teil des Produkterlebnisses und damit auch zu einem wieder zunehmend wichtigen Teil der Wertschöpfung. Grund genug, jenen Akteuren, die im Kanton St.Gallen – von Rapperswil über Bad Ragaz bis ins Rheintal und wieder zurück – etwas herstellen, eine gemeinsame Plattform zu geben.

Die «Made in St.Gallen»-Initiative» strebt einen höheren Stellenwert, eine bessere Vernetzung und eine bessere Sichtbarkeit des produzierenden Gewerbes im Kanton St.Gallen an. Und sie fördert die Gründung und Ansiedlung solcher Betriebe im Kantonsgebiet. «Made in St.Gallen» soll zu einem Qualitätssiegel werden – und zu einer Bewegung für produzierende Betriebe im Kanton.

Auch ohne offizielle Lancierung aufgrund der Pandemie zählt die «Made in St.Gallen»-Initiative» schon rund 20 Mitglieder. Sie alle stellen sich hinter die gemeinsame Charta, die neben der Förderung des «Produktivismus» auch hinsichtlich Qualität, Nachhaltigkeit und Unternehmenskultur gemeinsame Ansprüche formuliert. Eine offizielle Lancierungsveranstaltung ist für den 29. April 2021 geplant. Die ersten Errungenschaften des Vereins: das Label «Made in St.Gallen», vom Kanton offiziell mitgeprägt, und die Webseite www.madeinsg.ch, wo Sie alles finden, um mitzumachen.

Der Verein

Die «Made in St.Gallen»-Initiative» versteht sich als ein Verein von vielen, die sich hinter die Sache stellen: Entsprechend können nicht nur Macher und produzierende Unternehmen Mitglied werden (Member-Beitrag CHF 250), sondern auch Privatpersonen, Unternehmen oder Institutionen aus anderen Bereichen (Supporter-Beitrag CHF 500, Gönner > 500).

Der Verein wurde im Herbst 2020 von Johannes Eisenhut, Beat Lüscher, Franc Uffer und Reto Zürcher gegründet. Der Vorstand besteht aus Fabienne Klauser (Frontify AG, Präsidentin) und in alphabetischer Reihenfolge Johannes Eisenhut (Senn Development AG), Beat Lüscher (Die Gestalter AG) und Reto Zürcher (HB-Therm AG). Geschäftsführerin ist Isabelle Zürcher (info@madeinsg.ch).

 Informationen, Mitglieder, Statuten und Charta finden Sie unter www.madeinsg.ch

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