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Stadt St. Gallen
06.03.2021
07.03.2021 08:14 Uhr

Bald velofreie Altstadtgassen?

Bild: Matilda Good
Klaus Käppeli will mit einer Petition in der Multer- und in der Spisergasse ein Velofahrverbot durchsetzen.

«Ich habe meine Praxis an der Spisergasse. Darum sehe ich auf die Strasse, wie die Leute - insbesondere Familien - flanieren. Gleichzeitig sehe ich auch Velofahrer, die oft schnell unterwegs sind. Um Unfälle zu vermeiden, wäre für mich eine zeitliches begrenztes Durchfahrverbot für Velofahrer in der Multergasse und Spisergasse die beste Lösung.» Klaus Käppeli ist überzeugt: Da es sich hier um eine schöne Flaniermeile handelt und es nicht viele Spielplätze um die Gassen herum hat, auf die Familien ausweichen könnten, wäre es für Velo- und E-Trottinettfahrer angebracht, in den Parallelgassen zu fahren.

Er ist selbst begeisterter Velofahrer

«Ein Fahrverbot gab es schon einmal in diesen Gassen. Ich verstehe nicht, warum dieses aufgehoben wurde. Mir ist bewusst, dass sich St.Gallen als Velostadt etablieren möchte. Ich bin selbst ein begeisterter Velofahrer. Jedoch finde ich, es sollte noch immer auch auf die Fussgänger gehört werden. Denn die Berechenbarkeit von kleinen Kindern kann nicht eingeschätzt werden», sagt der 72-Jährige.

Ein weiterer Grund für Käppelis Petition ist, dass - wenn die Beizen wieder aufgehen - diese Stühle auf die Gassen stellen dürfen. Da sei Velo fahren mit hohem Tempo ebenfalls nicht angebracht. In anderen Schweizer Städten gäbe es auch Velofahrverbote, weshalb er nicht verstehe, dass das St.Gallen nicht auch könne.

Von 9 Uhr bis 18 Uhr gesperrt

Eine Lösung wäre - und was er vom Stadtrat im Minimum erwarte -, dass man die Multer- und die Spisergasse von 9 Uhr bis 18 Uhr für Velos und E-Trottinets sperren würde oder dass diese dann zumindest geschoben werden müssten. 

Dazu hat Käppeli nun eine Online-Petition gestartet, die nach Unterzeichnung durch mindestens 200 Personen dem Stadtrat überreicht werden soll.

Matilda Good