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Stadt St. Gallen
26.02.2021
26.02.2021 15:59 Uhr

Stiftsbezirk erwacht wieder zum Leben

Bild: zVg
Am Montag darf der Stiftsbezirk St.Gallen wieder öffnen. Es gibt spannende Ausstellungen zu entdecken.

Dank der ersten Lockerungen, darf der Stiftsbezirk wieder eröffnen. Der Ausstellungssaal, die Stiftsbibliothek und der Gewölbekeller haben täglich von 11 bis 16 Uhr geöffnet. Führungen dürfen allerdings noch nicht stattfinden. Ob dies auch für Schulklasse gilt, ist beim Kanton noch in Abklärung. Jedoch gilt weiterhin Maskenpflicht und Abstand halten.

Dauerausstellung im Ausstellungssaal des Stiftsarchivs St.Gallen

Die Ausstellung Das Wunder der Überlieferung – Der St.Galler Klosterplan und Europa im frühen Mittelalter befasst sich mit der einmaligen Überlieferungsdichte von Dokumenten des Frühmittelalters in St.Gallen. Dabei stehen die Rechtsdokumente, die im Stiftsarchiv St.Gallen erhalten geblieben sind, im Vordergrund, darunter auch zwei Verbrüderungsbücher und das einzige überlieferte Professbuch der Karolingerzeit. Wechselausstellungen mit thematisch ausgewählten Urkunden geben Einblicke in die Lebenswelten des frühen Mittelalters.

In einem eigenen Raum wird als Hauptattraktion der berühmte St.Galler Klosterplan der Stiftsbibliothek präsentiert. Er gilt als bedeutendste Architekturzeichnung des Mittelalters. Nach einer einführenden Multivision kann er einige Sekunden im Original betrachtet werden. Das wertvolle Dokument muss aus konservatorischen Gründen vor zu starker Lichtexposition geschützt werden.

Dauerausstellung im Gewölbekeller der Stiftsbibliothek

Die Ausstellung Gallus und sein Kloster führt anhand von Originalhandschriften und Objekten durch 1400 Jahre Kulturgeschichte, von der Einsiedlerzelle des Gallus bis zum UNESCO-Weltkulturerbe Stiftsbezirk. Sie stellt den Beitrag der Klöster an die kulturelle Entwicklung Europas dar, in Schrift, Sprache, Musik, Bau, Kunst und Spiritualität.

Einen Höhepunkt bildet das Evangelium Longum, dessen Prunkeinband um 895 vom St.Galler Mönch und Künstler Tuotilo geschaffen wurde. Eine Multivision folgt dem Weg, der Gallus von Irland an den Bodensee und hierher ins Steinachtal führte. Die bedeutenden Kapitelle und Kämpfer aus der 837 eingeweihten Gozbertbasilika stehen für die frühmittelalterliche Baukultur in der Zeit des St.Galler Klosterplans.

In einem eigenen Bereich werden die spätere Entwicklung der Fürstabtei und ihre Beziehung zur Stadt St.Gallen dargestellt. Kostbarkeiten aus Kirchenschatz und Kuriositätensammlung sowie das barocke Modell der Klosterkirche lassen die Blütezeit des Barock aufleben.

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Matilda Good