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20.02.2021

Träge St.Galler verlieren in Vaduz

Bild: zVg
Der FC St.Gallen verliert im Vaduzer Rheinpark verdient mit 1:2. Für Vaduz trifft Joel Schmied doppelt. Kräuchis Anschlusstreffer nach 80. Minuten kommt dann aber zu spät.

Die Ernüchterung beim FC St.Gallen ist gross, als Schiedsrichter Urs Schnyder die Partie nach 94. Minuten abpfiff. Nach dem 2:1-Sieg von vergangenem Mittwoch gegen den FC Luzern verlieren die St.Galler an diesem Samstagabend gegen das Tabellenschlusslicht Vaduz mit 1:2.

St.Gallen pomadig - Vaduz hellwach

Der Vaduzer-Sieg geht in Ordnung. Von beginn weg agierten die Liechtensteiner agiler und frischer. Vor allem Vaduz-Stürmer Dejan Djokic hielt die St.Galler auf Trab. Einmal rettet Zigi und einmal verfehlt er mit einem Kopfball das Ziel. Besser aus Vaduzer Sicht macht es dann Joel Schmied in der 29. Minute. Nach einem Eckball kann die St.Galler Abwehr zuerst retten, doch der Ball gelangt wieder in die gefährliche Zone zu eben diesem Schmied, der Zigi bezwingen kann. 

In der ersten Halbzeit wirkt der St.Galler Auftritt sehr behäbig und haben Mühe, den gewohnten Rhythmus zu finden. So erstaunt es nicht, dass der FC St.Gallen die beste Chance aus einem ruhenden Ball verzeichnet. Jordi Quintillà trifft mit einem gut getretenen Freistoss aus etwa 25 Metern aber nur die Latte. 

Für ein St.Galler Feuwerwerk sorgten lediglich die treuen, mitgereisten Anhänger des FCSG, die vor Spielbeginn vor dem Stadion Raketen abfeuerten und während des Spiels die Partie von aussen mitverfolgten. 

Drei Wechsel zur Pause

Peter Zeidler ist der bescheidene Auftritt seiner Mannschaft ebenfalls aufgefallen. Er reagiert und bringt drei neue Kräfte. Kräuchi, Staubli und Youan kommen für Nuhu, Fazliji und Babic. Vorerst verändern diese Wechsel am Spielgeschehen allerdings nichts. Im St.Galler Spiel ist anzumerken, dass mit Lukas Görtler der Aggressiv-Leader gesperrt fehlt. Jemand, der mit seiner Physis und verbalen Präsenz die eigene Mannschaft nach vorne treibt.

Allerdings fehlte den St.Gallern nicht nur ein Aggressiv-Leader, sondern auch Spielglück. Kurz nach der Pause kamen die St.Galler zu einer guten Möglichkeit, als Vaduz-Goalie Büchel ein Schuss Quintillàs abwehren kann und Ruiz' Nachschuss auf der Linie abgewehrt wurde.

Der FC Vaduz verhielt sich über das gesamte Spiel ziemlich clever. Stellvertretend dafür war deren 2:0. In der 65. Minute kommen die Liechtensteiner zu einem Freistoss, wieder kommt Joel Schmied an den Ball und wieder verwertet dieser sicher. Immerhin: Die St.Galler kommen noch zum Anschlusstreffer. Der eingewechselte Staubli lanciert nach 80 Minuten den ebenfalls eingewechselten Kräuchi, der aus halbrechter Position ins lange Eck trifft. Mehr als Resultatkosmetik war das allerdings nicht mehr.

 

Telegramm:

Vaduz - St.Gallen 1:0 (2:1)

SR Schnyder. - Tore: 29. Schmied (Prokopic), 64. Schmied (Gajic), 80. Kräuchi (Staubli)

Vaduz: Büchel; Simani, Schmid, Schmied; Obexer, Dorn; Prokopic (41. Lüchinger), Wieser, Gajic; Di Giusto (78. Gasser); Djokic (68. Sutter).

St.Gallen: Zigi; Traoré (75. Cabral), Fazliji (46. Staubli), Nuhu (46. Kräuchi), Stergiou; Ruiz, Quintillà, Stilhart; Babic (46. Youan); Duah, Guillemenot (64. Diarrassouba).

Bemerkungen: Vaduz ohne Bajrami (verletzt), Iodice, Hug, Saglam, Santin, Gomes Ibrisimovic und Chante (nicht im Aufgebot). St.Gallen ohne Görtler (gesperrt), Muheim, Campos (verletzt), Adamu, Ajeti, Solimando, Strübi, Lüchinger und Abaz (nicht im Aufgebot).

Verwarnungen: 4. Wieser, 21. Nuhu, 56. Obexer, 63. Guillemenot, 67. Stillhart

hug