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Gaiserwald
06.01.2021

Lage im Sitterhöfli bleibt fragil

Bild: zVg
Während einige Tierheime im Kanton einen Ansturm von Tieren - die unter dem Weihnachtsbaum landeten - erwarten, kämpft man im Sitterhöfli noch immer ums finanzielle Überleben.

Ein trauriges Phänomen, dass sich alle Jahre wiederholt: Zu Weihnachten werden gerne herzige Tiere verschenkt, mit denen dann Frauchen oder Herrchen überfordert sind und die Tiere landen kurze Zeit später wieder im Tierheim. Im Coronajahr stieg die Nachfrage nach Tieren besonders, wie Geschäftsführer Heinz Staub vom Tierheim Sitterhöfli sagt.

Tierheim ist wie leer gefegt

Doch die Nachfrage sei viel höher als das Angebot. Das Tierheim, welches offizieller Partner verschiedener Tierschutzvereine in der Stadt St.Gallen und Ostschweiz ist, erlitt während dem Coronajahr Umsatzeinbussen von bis zu 70 Prozent.«Die finanzielle Situation ist dramatisch», sagte Staub im Dezember zu stgallen24. Während man in Buchs mit einem Ansturm von «Weihnachts-Tierchen» rechnet, scheint die Lage im Sitterhöfli unverändert. «Solange die Ferientiere wegbleiben, die Menschen nicht verreisen und einen Ort brauchen, um ihr Tiere hinzubringen, wird sich die Situation nicht verbessern», so Staub.

Heinz Staub, Besitzer des Tierheims Sitterhöfli

Hoffnung für Winterferien geplatzt

Anfangs Dezember hofften sie noch auf die Einnahmen der Sportferien, doch mit den neusten Massnahmen des Bundesrats platzt auch diese Hoffnung. «Wir bekommen hier und da noch Spenden. Dafür sind wir sehr dankbar und setzen nun auf die Frühlingsferien. Hoffentlich kehrt mit dem Impfen bis da Normalität ein», sagt Staub.

Auch beim «Tierlidienst» St.Gallen habe man keinen besonderen Anstieg von «Weihnachts-Tierchen» zu verzeichnen. Auch hier sei die Nachfrage nach Tieren viel grösser als das Angebot, wie Erika Bolt, die für die Beratungs- und Meldestelle beim Tierlidienst verantwortlich ist, sagt.

Matilda Good