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Häggenschwil
23.12.2020

Erschliessung der Aussenweiler mit Mobilfunknetz

Bild: zVg
Da die Internet-Verbindungen in den Aussenweilern zu schlecht sind, wird in Häggenschwil nach einer Lösung gesucht.

In den Aussenweilern sind die Internet-Verbindungen schlecht bis sehr schlecht. Für einen Ausbau wären technische Massnahmen nötig, welche sehr kostspielig sind. Am Strategieworkshop von Gemeinde- und Schulrat wurde beschlossen, solche Massnahmen inkl. Kosten zu prüfen. Die Arbeitsgruppe Energie wurde vom Gemeinderat beauftragt, sich mit diesem Thema zu befassen. Gespräche mit der Swisscom haben dazu geführt, dass für die Verbesserungen ein finanzielles Beteiligungsmodell vorgeschlagen wird. Damit würde die Bandbreite in allen Aussengebieten auf mindestens 30 Mbit/s erhöht. Die Gemeinde müsste sich an den Ausbaukosten mit rund Fr. 235'000.– beteiligen.

Weitere Abklärungen haben gezeigt, dass auf politischer Ebene Druck gemacht wird, dass die Swisscom in der ganzen Schweiz als Service Public eine Leistung von 80 Mbit/s anbieten muss. Noch unklar ist, ob dies durchgesetzt wird und ab wann. Sollte dies der Fall sein, müsste die Gemeinde keinen Franken in eine bessere Internetinfrastruktur investieren.

Inzwischen sind auch Gespräche mit der QLine geführt worden. Die QLine empfiehlt, alle Haushaltungen (es sind knapp 100) in den Aussengebieten mit Glasfaser zu erschliessen, sofern ein Leitungsnetz der Elektra für den Einzug eines B-Pipes zur Verfügung gestellt werden kann. Sofern die Aussengebiete mit Glasfaser erschlossen werden sollen, wäre sicher zu prüfen, ob das ganze Kabelnetz der Gemeinde verkauft oder verpachtet werden soll. Eine Erschliessung der Aussengebiete mit Glasfaser bringt aus der Sicht der Arbeitsgruppe für alle auch langfristig den grössten Nutzen. Deshalb sollen weitere Abklärungen getätigt werden, damit man die ungefähren Kosten ermitteln kann. Man weiss jetzt schon, dass diese deutlich höher liegen werden als bei der Swisscom-Lösung.

Die Diskussion hat gezeigt, dass eine Lösung mit einer Verpachtung des Netzes näher geprüft werden soll. Bei einer Verpachtung bleibt die Gemeinde Eigentümerin des Netzes. Dies würde Sinn machen, weil die Gemeinde auch Eigentümerin der Elektra ist und für den grössten Teil des Glasfasernetzes Kabelrohre der Elektra mitbenützt würden.

Die neue Ausgangslage mit einem möglichen Glasfaserausbau und einer Verpachtungslösung benötigt weitere Zeit für Abklärungen. Es dürfte deshalb kaum realistisch sein, wie ursprünglich vorgesehen, dass der Bürgerschaft im Frühjahr 2021 an der Bürgerversammlung ein Gutachten für die Verbesserung des Breitbandnetzes in den Aussengebieten vorgelegt werden kann. Aufgrund dieser Tatsachen beauftragt der Gemeinderat die Arbeitsgruppe Energie weitere Abklärungen für einen Ausbau der Aussengebiete mit Glasfaser vorzunehmen und mit möglichen Anbietern über eine Verpachtung zu verhandeln. Ziel soll es nach wie vor sein, dass die Aussengebiete im Jahr 2022 mit einer stark verbesserten Leistung für das Internet erschlossen werden könnten.

mg/pd