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Stadt St. Gallen
24.11.2020
24.11.2020 12:34 Uhr

17-jährige St.Gallerin stürmt die Charts

Joya Marleen aus St.Gallen landet mit ihrem Song «Nightmare» auf Platz 1 der Airplaycharts. Das hat zuvor keine andere weibliche Künstlerin in der Schweiz geschafft.

«Hold on, hold on, she's waiting for a nightmare», ertönt es aus dem Radio. Wer den Song einmal hört, der wird den Ohrwurm nicht so schnell los. Vielleicht hat es die 17-jährige Joya Marleen aus St.Gallen deshalb geschafft, die Charts zu stürmen und nationale Aufmerksamkeit zu erlangen.

Ihre Single «Nigthmare» landet auf Platz  1 der Schweizer Airplaycharts. Das ist zuvor keiner anderen Künstlerin aus der Schweiz gelungen. Die 17-Jährige lässt damit sogar Hits von Jason Derulo und Miley Cyrus alt aussehen. Auf Youtube hat das Musikvideo bereits über 230'000 Klicks. Die Kantischülerin gewann 2018  die Singersongwriterin den Schweizerischen Jugendmusikwettbewerb (Rock & Pop) und fing an, auf immer grösseren Bühnen zu stehen. Seitdem sie ein kleines Kind ist, träumt Joya Marleen von den grossen Bühnen, wie sie in einem Interview mit stgallen24 verraten hat.

Auszüge aus dem Interview mit Joya Marleen im Sommer 2020. Hier geht's zum gesamten Interview.

Joya, du hast schon mit 17 eine Single veröffentlicht. Wolltest du schon immer Musikerin werden?
Ja! Ich bin in einem Haus gross geworden, wo es nie ruhig war. Immer läuft irgendwo Musik, irgendeiner tanzt, singt oder spielt ein Instrument. Also sehr extrovertiert. Aber so richtig bewusst geworden, ist mir das am Openair St.Gallen. Schon als kleiner Knirps haben mich meine Eltern mitgenommen. Für mich waren die Künstler so faszinierend. «Das will ich auch», habe ich gedacht. Mit 11 habe ich dann angefangen selbst Lieder zu schreiben.

Was inspiriert dich beim Schreiben von Songs?
In allem kann man Inspiration finden. Das kann das Umfeld sein, andere Künstler, Filme oder einfach das Weltgeschehen. Ich schreibe das auf, was mich gerade bewegt.

Es wird oft gesagt, dass nur wenige den Sprung schaffen und von der Musik leben können. Schreckt dich das nicht ab?
So viele Leute haben mir gesagt, dass das Musik-Business zu taff sei, aber ich möchte das Risiko eingehen. Das hört sich jetzt kitschig an, aber Musik ist mein Traum und deshalb möchte ich mir keine Grenzen setzen und alles versuchen um diesen Traum zu realisieren. Natürlich mache ich die Kanti fertig und habe auch einen Plan B, aber die Musik hat zurzeit den höchsten Stellenwert in meinem Leben. 

Heute gehört Selbstvermarktung auf sozialen Netzwerken zum Geschäft. Für dich müsste das doch ein Klacks sein, oder?
Das gehört dazu und ist für jede Künstlerin sehr wichtig. Ich bin zwar Generation Social Media, aber überhaupt keine «Selfiequeen». Ich finde es eher mühsam, wenn ich morgens aufwache und darüber nachdenken muss, was ich heute poste. Deshalb mache ich einfach das, worauf ich Lust habe und teile manchmal absurdes Zeug und das kommt gut an. Ich würde mich nie verstellen wollen.

Auf welcher Bühne möchtest du unbedingt singen?
Als St.Gallerin wäre es für mich das Grösste am Openair St.Gallen aufzutreten. Einfach weil ich so viel damit verbinde. Aber auch das Gampel oder internationale Bühnen wären toll! Ich setze mir da keine Grenzen und bin für alles offen. Auch wenn Auftritte wegen Corona gerade schwierig sind, aber dafür arbeite ich im Studio.  

mik