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17-jährige St.Gallerin will auf die grossen Bühnen

Joya Marleen ist gerade erst 17 geworden und hat schon ihre erste Single veröffentlicht. Die St.Gallerin verzaubert mit einer aussergewöhnlichen Stimme.

Joya Marleen heisst eigentllch Joya Schedler, aber den Mädchenname ihrer Mama fand die 17-jährige Kantischülerin «cooler und künstlerischer». 2018 gewann die Singersongwriterin den Schweizerischen Jugendmusikwettbewerb (Rock & Pop) und fing an, auf immer grösseren Bühnen zu stehen. 

Vor kurzem veröffentlichte die St.Gallerin ihre erste Single «Nightmare» und erzählt im Interview, von welchen Bühnen sie träumt und warum ihr Social Media manchmal auf den Leim geht.

Joya, du hast schon mit 17 eine Single veröffentlicht. Wolltest du schon immer Musikerin werden?
Ja! Ich bin in einem Haus gross geworden, wo es nie ruhig war. Immer läuft irgendwo Musik, irgendeiner tanzt, singt oder spielt ein Instrument. Also sehr extrovertiert. Aber so richtig bewusst geworden, ist mir das am Openair St.Gallen. Schon als kleiner Knirps haben mich meine Eltern mitgenommen. Für mich waren die Künstler so faszinierend. «Das will ich auch», habe ich gedacht. Mit 11 habe ich dann angefangen selbst Lieder zu schreiben.

Was inspiriert dich beim Schreiben von Songs?
In allem kann man Inspiration finden. Das kann das Umfeld sein, andere Künstler, Filme oder einfach das Weltgeschehen. Ich schreibe das auf, was mich gerade bewegt.

Es wird oft gesagt, dass nur wenige den Sprung schaffen und von der Musik leben können. Schreckt dich das nicht ab?
So viele Leute haben mir gesagt, dass das Musik-Business zu taff sei, aber ich möchte das Risiko eingehen. Das hört sich jetzt kitschig an, aber Musik ist mein Traum und deshalb möchte ich mir keine Grenzen setzen und alles versuchen um diesen Traum zu realisieren. Natürlich mache ich die Kanti fertig und habe auch einen Plan B, aber die Musik hat zurzeit den höchsten Stellenwert in meinem Leben. 

Heute gehört Selbstvermarktung auf sozialen Netzwerken zum Geschäft. Für dich müsste das doch ein Klacks sein, oder?
Das gehört dazu und ist für jede Künstlerin sehr wichtig. Ich bin zwar Generation Social Media, aber überhaupt keine «Selfiequeen». Ich finde es eher mühsam, wenn ich morgens aufwache und darüber nachdenken muss, was ich heute poste. Deshalb mache ich einfach das, worauf ich Lust habe und teile manchmal absurdes Zeug und das kommt gut an. Ich würde mich nie verstellen wollen.

Im Musikvideo stülpst du dir eine Plastiktüte über den Kopf oder trägst eine Art Zwangsjacke. Was hat es damit auf sich?
Gemeinsam mit dem Produzenten Thomas Fessler (77 Bombay Street, Hecht, Bastian Baker) wollten wir etwas bizarres schaffen und die Leute auch ein bisschen schockieren. Ich glaube das ist uns gut gelungen mit dem Clip. Am Schluss befreie ich mich ja von der Plastiktüte und das soll symbolisieren, dass man seine Freiheit selbst in der Hand hat.   

Auf welcher Bühne möchtest du unbedingt singen?
Als St.Gallerin wäre es für mich das Grösste am Openair St.Gallen aufzutreten. Einfach weil ich so viel damit verbinde. Aber auch das Gampel oder internationale Bühnen wären toll! Ich setze mir da keine Grenzen und bin für alles offen. Auch wenn Auftritte wegen Corona gerade schwierig sind, aber dafür arbeite ich im Studio.  

Wann hören wir mehr von deiner Stimme?
Im Herbst erscheint mein EP-Debüt und da freue ich mich sehr drauf. Davor kommt noch eine kleine Überraschung, aber da darf ich noch nicht zu viel verraten. Seid gespannt!

Danke für das Interview!

Miryam Koc