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20.01.2026
19.01.2026 16:46 Uhr

Ländliche Gemeinden überzeugen auf Social Media stärker als Städte

Die Studienleiter Luzia Mattmann und Thomas Gromann
Die Studienleiter Luzia Mattmann und Thomas Gromann Bild: zVg
Für Gemeinden wird es immer schwieriger, ihre Bevölkerung kommunikativ zu erreichen. Die Menschen informieren sich kaum noch über klassische Medien. Information und Meinungsbildung finden zunehmend online und auf Social Media statt. Die Social-Media-Studie von Gromann Partner untersucht zum dritten Mal die Präsenz aller Schweizer Gemeinden auf den wichtigsten Plattformen. Die Resultate sind erstaunlich.

Ihre digitale Präsenz entscheidet immer stärker darüber, ob die Botschaften von Gemeinden von ihrer Bevölkerung überhaupt noch wahrgenommen werden.

Die auf öffentliche Kommunikation spezialisierte Beratungsfirma Gromann Partner untersucht regelmässig die Social-Media-Präsenz aller 2121 Schweizer Städte und Gemeinden und ihre Community auf Facebook, Instagram, Linkedin, Youtube und Tiktok.

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Das wichtigste Ergebnis: Nur gerade 49.8 Prozent aller Gemeinden nutzen mindestens einen dieser fünf Kanäle. Social Media ist in der kommunalen Kommunikation zwar angekommen, jedoch längst nicht flächendeckend.

Facebook bleibt dominant

Am weitesten verbreitet ist weiterhin Facebook, gefolgt von Instagram und Linkedin. Youtube und Tiktok spielen bisher eine Nebenrolle, gewinnen aber dort an Bedeutung, wo Gemeinden neue Zielgruppen ansprechen wollen, etwa jüngere Menschen.

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Ländliche Gemeinden erreichen oft mehr Menschen als Städte

Überraschend: Ländliche und periphere Gemeinden erreichen auf Facebook und Instagram häufig mehr Follower pro Einwohner als städtische Gemeinden. Nähe, Identifikation und ein klarer Alltagsbezug zahlen sich offenbar aus, auch ohne grosse Kommunikationsabteilungen.

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Einige regionale Beobachtungen stechen schweizweit hervor: In der rätoromanischen Schweiz hat sich der Anteil der Gemeinden mit Facebook- und Instagram-Auftritt innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt, stärker als in jeder anderen Sprachregion.

Und Städte wie Genf, Zürich und Thun zeigen, welches Reichweitenpotenzial Social Media haben kann, etwa mit sehr grossen Communities auf Instagram, Linkedin oder Tiktok.

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Die Studie «Schweizer Gemeinden und Social Media 2026» wurde von Gromann Partner realisiert. Die Studienleitung lag bei Thomas Gromann und Luzia Mattmann.

Die Medienwissenschaftlerin Luzia Mattmann betreut bei Gromann Partner Kunden aus dem öffentlichen und privaten Sektor in Kommunikationsprojekten. Ihr Fokus liegt auf stringenter, zielgruppengerechter Kommunikation, von der Konzeption bis zur konkreten Umsetzung.

Seit über 20 Jahren begleitet der Betriebswirtschafter Thomas Gromann Kunden bei komplexen Projekten in Change-Management, Marketing und Kommunikation. Ein besonderes Anliegen ist ihm seit jeher die Mess- und Steuerbarkeit von Kommunikation.

pd/stz.
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