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Kultur
19.01.2026

Strauss trifft Brahms im Schloss Arbon

Das Loewe-Quartett: Bastian Loewe und Livia Loewe, Geige, Juan Carlos Escobar Ossa, Bratsche, und Milena Umiglia-Marena, Cello
Das Loewe-Quartett: Bastian Loewe und Livia Loewe, Geige, Juan Carlos Escobar Ossa, Bratsche, und Milena Umiglia-Marena, Cello Bild: zVg
Am Sonntag, 25. Januar, lädt die Konzertreihe Klassik im Schloss zu einem besonderen Kammermusikabend ein. Auf der Bühne im Landenbergsaal im Schloss Arbon steht die grösste Besetzung der laufenden Saison: ein Streichsextett mit Werken von Richard Strauss und Johannes Brahms. Beginn ist um 17 Uhr.

Den Auftakt des Abends bildet das Streichsextett aus Richard Strauss’ Oper Capriccio. Die Musik erklang erstmals 1942 bei der Uraufführung der Oper im Münchner Nationaltheater und besticht durch ihre schwebende, warme Klangsprache und grosse Ruhe.

Entstanden in einer Zeit historischer Abgründe, wirkt das Werk wie ein Moment des Innehaltens, ein Rückzug in die Schönheit der Kunst. Strauss, damals fast 80 Jahre alt, blickt hier mit nachdenklicher Gelassenheit auf ein langes künstlerisches Leben zurück.

Bratschist Martin Moriarty Bild: zVg

Im zweiten Teil des Konzerts steht Johannes Brahms’ Streichsextett in G-Dur op. 36 auf dem Programm. Im Gegensatz zu Strauss begegnet das Publikum hier einem jungen, suchenden Komponisten. Das 1864/65 entstandene Werk entfaltet eine vielschichtige, poetische Klangwelt voller innerer Bewegung.

Die sechs Stimmen treten in einen intensiven Dialog: Sie widersprechen einander, suchen Nähe und Verständigung.

Cellist Flurin Cuonz Bild: zVg

Für den Geiger Bastian Loewe verbindet beide Werke ein zentrales Gefühl: Sehnsucht, bei Strauss ruhig und versöhnlich, bei Brahms leidenschaftlich und suchend.

Gemeinsam mit der Geigerin Livia Loewe, den Bratschisten Martin Moriarty und Juan Carlos Escobar sowie den Cellisten Flurin Cuonz und Milena Umiglia-Marena gestaltet er diesen Abend in der Besetzung eines Streichsextetts.

Tickets sind online über www.klassikimschloss.com erhältlich. Die Plätze im Saal sind nummeriert und in zwei Kategorien verfügbar. Der Apéro nach dem Konzert ist kostenlos.

pd/stz.
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