«Mich hat immer die Frage geleitet, wie wir St.Gallen so gestalten, dass sich unterschiedliche Menschen mit ihren Bedürfnissen darin wiederfinden – im Wohnraum, im öffentlichen Raum und in der Mobilität. Dass ich mich im Parlament 25 Jahre lang einbringen durfte, ist für mich ein grosses Privileg und hat mir viel Freude und auch einiges an Kopfzerbrechen bereitet», sagt Doris Königer.
Nachrücken ins Parlament im Jahr 2001
Doris Königer rückte im Januar 2001 für die SP ins Stadtparlament nach, nachdem die Partei mit Elisabeth Beery einen zweiten Stadtratssitz gewonnen hatte. Bereits damals war sie politisch und gesellschaftlich stark engagiert: Im Jahr 2000 wurde sie zur Präsidentin der VCS-Sektion St.Gallen/Appenzell gewählt – einem Umweltverband, dem sie bis heute verbunden ist und den sie in verschiedenen städtischen Gremien vertritt.
Engagement in Schul- und Aufsichtsgremien
Neben ihrer parlamentarischen Tätigkeit war Doris Königer von 2001 bis 2007 Bezirkschulrätin für die SP Stadt, später Mitglied der Regionalen Schulaufsicht. Damit brachte sie sich auch ausserhalb des Stadtparlaments über mehrere Jahre hinweg in bildungspolitische und aufsichtsrechtliche Fragestellungen ein.
Langjährige Arbeit in zentralen parlamentarischen Kommissionen
Im Stadtparlament wirkte Doris Königer zunächst zwölf Jahre in der Geschäftsprüfungskommission (GPK). Von 2013 bis 2016 war sie Mitglied und Präsidentin der Liegenschaften- und Baukommission (LBK), ein Amt, das sie seit 2025 erneut ausübt. Zudem war sie 2012 Mitglied der Richtplankommission. Seit 2018 ist sie Verwaltungsrätin der OLMA Messen AG als gewählte Vertretung des Stadtparlaments.
76 Vorstösse und ein klares inhaltliches Profil
In den 25 Jahren ihrer parlamentarischen Arbeit hat Doris Königer insgesamt 76 Vorstösse eingereicht – allein oder gemeinsam mit anderen Parlamentsmitgliedern, Fraktionsvorstösse nicht mitgerechnet.
Inhaltlich verschoben sich ihre Schwerpunkte im Laufe der Jahre von Schul- und Bildungsthemen hin zu Fragen der Quartierentwicklung, der Bodenpolitik sowie der Verkehrs- und Umweltpolitik. Ein zentrales Leitmotiv ihrer politischen Arbeit war und ist die «bedürfnisgerechte Stadt».
Gendersensible Planung und bezahlbarer Wohnraum
Der berufliche Hintergrund von Doris Königer im Bereich des gendersensiblen Planens und Bauens prägte auch ihr politisches Engagement. So reichte sie 2021 den Vorstoss «Für alle Menschen, unabhängig vom Geschlecht: gendergerechte Planung von öffentlichen Einrichtungen» ein.
Der Schutz von bezahlbarem Wohnraum war ebenfalls ein wiederkehrendes Anliegen, etwa mit Vorstössen zur Zwischennutzung am Platztor im Jahr 2023, gemeinsam mit Gallus Hufenus, oder zu Mietzinsanpassungen in städtischen Liegenschaften in einer Interpellation mit Marlene Schürch.
Verkehrspolitik von Quartier- bis Stadtebene
Verkehrspolitisch spannte sich ihr Engagement von konkreten lokalen Anliegen – etwa zur Gestaltung einer Bushaltestelle in Rotmonten – bis zu gesamtstädtischen Fragestellungen wie möglichen Lösungsansätzen während der Sanierung der Stadtautobahn beziehungsweise des Rosenbergtunnels.