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Stadt St.Gallen
12.01.2026
12.01.2026 11:32 Uhr

Ein Musikvideo ohne Schubladen

Im gemeinsamen Videoprojekt vom Komiktheater und «The Better Me» wird Vielfalt nicht inszeniert, sondern gelebt.
Im gemeinsamen Videoprojekt vom Komiktheater und «The Better Me» wird Vielfalt nicht inszeniert, sondern gelebt. Bild: zVg
Zum Start ins neue Jahr präsentieren das Komiktheater und die Schweizer Band «The Better Me» ein gemeinsames Projekt: einen Videoclip zum Song «Wie Du», der von Band und Theater gemeinsam veröffentlicht wurde.

Im Zentrum des Projekts steht ein künstlerischer Prozess, in dem unterschiedliche Menschen, Perspektiven und Ausdrucksformen sichtbar werden. Von Anfang an setzt das Projekt auf Offenheit und individuelle Zugänge.

Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Beeinträchtigungen und Lebensrealitäten interpretieren den Song auf vielfältige Weise – musikalisch, körperlich und performativ. Der Arbeitsprozess folgt weniger einem festen Drehbuch als der Kreativität der Beteiligten. So entsteht ein Miteinander, in dem Unterschiedlichkeit nicht geglättet, sondern als Stärke gezeigt wird.

Gemeinsamer Prozess – geteilte Bühne

Die Band «The Better Me» aus dem Sarganserland und das Komiktheater St.Gallen, ein Angebot der GHG Sonnenhalde Tandem, verstehen das Projekt als gemeinsames Unterfangen von der ersten Idee bis zur Veröffentlichung.

Musikalische Handschrift und theatraler Zugang werden auf Augenhöhe zusammengeführt, sodass sowohl der Sound der Band als auch die ästhetische Sprache des Ensembles erkennbar bleiben. Diese geteilte Autorenschaft spiegelt sich im fertigen Video wider: Musik, Körper, Mimik und Präsenz der Darsteller ergeben ein vielfältiges, vielstimmiges Bild.

Vielfalt als gelebte Realität, nicht als Schlagwort

«Wie Du» erzählt von Nähe, Wahrnehmung und Resonanz. Das Video greift diese Themen auf, indem es unterschiedliche Menschen in ihrer Eigenart zeigt, ohne sie zu vereinheitlichen.

Diversität bleibt dabei kein Schlagwort, sondern wird zur gelebten Realität. Entstanden ist ein künstlerisches Projekt, das zeigt, wie aus unterschiedlichen Körpern, Biografien, Ausdrucksweisen und Perspektiven eine gemeinsame Arbeit entsteht. Es lädt dazu ein, sich selbst und anderen mit Neugier, Respekt und Offenheit zu begegnen.

pd/ako
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