Was ist höher zu gewichten: Ausbau der Infrastruktur oder der Erhalt natürlicher Lebensräume? Die Frage führt Entscheidungsträger in ein Dilemma. Mit guten Infrastrukturbauten können etwa Handelswege – auch ökologisch – verbessert werden. Doch für Infrastrukturbauten muss immer auch die Natur weichen.
Rangierbahnhof in Basel als Paradebeispiel
Ein prägnantes Beispiel für dieses Beton-Dilemma ist der alte Badische Rangierbahnhof in Basel. Dort stellte sich die Frage, welches Wegnetz verbessert werden soll: jenes wirtschaftlicher Güter oder jenes von Tieren und Pflanzen.
Nächsten Dienstag, 12. November 2024 wird im Kinok ab 18 Uhr der Film «Bahnhof der Schmetterlinge» gezeigt, der dieses Dilemma behandelt. Nach der Filmvorführung gibt es eine Podiumsdiskussion, die unter anderem auf die eidgenössische Abstimmung vom 24. November 2024 schwenkt.
Regisseur diskutiert mit
Martin Schilt, der Regisseur des Films, wird nach St.Gallen reisen und am Podium teilnehmen. Ebenso dabei sind Aurelia Winter vom Projekt «Grünes Gallustal» und Claudio Büchel, Dozent an der Fachhochschule OST. Das Gespräch leitet Ann-Katrin Gässlein, Bildungstheologin der katholischen Kirche in St.Gallen. Der Film «Bahnhof der Schmetterlinge» dient als Grundlage für die Diskussion um Infrastruktur-Projekte.
Und für die Frage, ob sich der Autobahnausbau, wie er in St.Gallen vorgesehen ist mit Teilspange und dritter Rosenberg-Röhre lohnt. «Teilspange Liebegg – Fluch oder Segen?» ist der Titel des Gesprächs. Der Anlass wird von der katholischen Kirche in St.Gallen organisiert. Sie will damit einen Beitrag leisten zum Diskurs und zur Meinungsbildung der kommenden Abstimmung am 24. November 2024.