Bekanntermassen will die Stadt St.Gallen mehr Finanzausgleich wegen vorgeblichen Zentrumslasten. Rapperswil geniesst währenddessen den Zentrumsvorteil, hat einen tiefen Steuersatz und stellt keine entsprechenden Forderungen.
Liegt der Geldmangel an mangelnder Innovation der links dominierten St. Galler Politik?
Unter Applaus wird übers Gewerbe hergezogen
Mangelnde Innovation und Zeit für Gejammer wirft nämlich GLP-Stadtparlamentarier Marcel Baur (Angestellter) dem Gewerbe, in seinem Facebook-Account, vor. Gejammer, weil der Parkplatzabbau und hohe Mietkosten das Gewerbe Umsatz und Gewinn kosten.
Von langweiligem Thekenverkauf und fehlender Innovation wird im Post schwadroniert, während als Vorbild die «Sala d`Attesa» im Hauptbahnhof dient, welche von vergünstigten Mietzinsen profitiert …
Sekundiert wird er durch einen Kommentar vom Grünen-Vorstand Felix Rütsche, ebenfalls Angestellter.
Applaudiert wird von den ehrenwerten Stadtparlamentariern David Jud, GLP, Eva Crottogini, Chompel Balok und Doris Königer alle SP.
Die Innovation der Stadtpolitik besteht in der hohlen Hand
Entlarvend, wie Politiker über die Gewerbler herziehen, selbst das Unternehmertum jedoch nicht leben. Dabei bescheren sie der Stadt ungeniert ein Defizit von über einer Milliarde Franken und verlangen mit frecher Nase mehr Geld von den anderen Gemeinden.
Wo bleibt die Innovation, die mit dem Zentrumsvorteil Steuern senken, Gewerbe, Besucher und Tourismus anziehen könnte?
Was sie dem Gewerbe vorwerfen, ist wohl das Problem dieser «ehrenwerten Gesellschaft», der die Innovation abgeht und die unter ihrer Schuldenlast faul nach Geld bettelt.
Wie kommt es, der werte Leser hat es gemerkt, dass es ausgerechnet linke Politiker sind, die vom so hohen Ross herab urteilen und verurteilen?
Früher wurde links mal mit sozial verbunden, heute hat das Soziale sich zur Solidarität verschoben. Diese gilt freilich nur noch für Gleichdenkende; wer vom linken, fadendünnen Meinungskorridor abweicht, wird gnadenlos behandelt.
Der Kantonsrat ist aufgefordert, den höheren Beitrag an die Stadt im Dezember abzulehnen. Kommt dafür kein Mehr zustande, soll die Minderheit das Referendum ergreifen, damit die Bevölkerung darüber entscheiden kann!