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Stadt St.Gallen
05.10.2022
05.10.2022 15:17 Uhr

Angespannte Situation am Kantonsspital

Bild: zVg
Herbst, Olma und Winter stehen vor der Tür – und somit auch steigende Corona-Fälle. Die aktuelle Personalsituation am Kantonsspital ist angespannt. Ist man für einen Anstieg gewappnet?

«Nach dem Oktoberfest: Corona-Bettenbelegung in München steigt», «Oktoberfest endet – Vervierfachung der Corona-Inzidenz», «Belegung von Krankenhausbetten mit Corona-Patienten steigt nach Oktoberfest» – solche Titel zieren die deutsche Medienlandschaft und beschäftigen teilweise auch die St.Galler, vor allem mit Blick auf Grossveranstaltungen wie Olma oder Moschti Fäascht.

Die Olma mit ihren tausenden Besuchern findet dieses Jahr erstmals wieder ohne Schutzmassnahmen statt. Auf Twitter wird bereits darüber diskutiert, ob das Kantonsspital St.Gallen (KSSG) vorbereitet sei. «Wahrscheinlich nicht, weil ‹Sterben gehört zum Leben. Unsere Gesellschaft hat verlernt, zu sterben›», zitiert ein User den St.Galler Regierungsrat Bruno Damann.

Ob die Anzahl Corona-Fälle nach der Olma wirklich ansteigen, sei sehr schwierig zu sagen: «Wir könnten dazu nur spekulieren», so Prof. Dr. Stefan Kuster, Chefarzt Klinik für Infektiologie am KSSG, gegenüber stgallen24.

Stand 4. Oktober, 16 Uhr, beträgt die Bettenauslastung am Spital 90 Prozent. Das sei zwar eher hoch, aber die Auslastung unterliege natürlichen Schwankungen. Es könne sich innerhalb von Stunden wieder ändern, bestätigt Jessica Frei von der KSSG-Unternehmenskommunikation. Deshalb sei es auch schwierig zu sagen, welche Krankheitsbilder die Betten belegen.

Zudem gibt die aktuelle Personalsituation zu schaffen. Diese sei nach wie vor angespannt, heisst es seitens des Kantonsspitals weiter. Erfreulich ist zumindest, dass sich aktuell keine Corona-Patienten auf der Intensivstation befinden. Es sind auch nicht auffällig viele junge Menschen hospitalisiert.

Sollten die Fallzahlen nun ansteigen, sei das KSSG laut Chefarzt Kuster darauf vorbereitet. «Einen zunehmenden Patientenanfall kann das KSSG jederzeit im Rahmen der bestehenden Strukturen bewältigen.»

pez/stgallen24