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27.06.2020
27.06.2020 18:06 Uhr

FCSG-Fan hat «Scheiss-Mohrechopf» gerufen

Beim Spiel des FC St.Gallen gegen den FC Zürich soll ein Fan den FCZ-Stürmer Aiyegun Tosin schwer beleidigt haben. Der FCSG hat Strafanzeige erstattet.

Vergangenen Donnerstag ist es beim Heimspiel des FC St.Gallen 1879 gegen den FC Zürich zu einem rassistischen Vorfall gekommen. Ein Fan soll den Nigerianer Aiyegun Tosin als «Scheiss-Mohrechopf» betitelt haben wie Videoaufnahmen des Spiels zeigen (Minute 14:05). Der FCZ-Stürmer hatte zwei von vier Tore in der Partie geschossen.

«Der FC St.Gallen 1879 ist schockiert und wütend und stellt hiermit klar, dass wir Rassismus auch nicht ansatzweise tolerieren. Wir werden alles dafür tun, um die Person ausfindig zu machen und werden die uns zur Verfügung stehenden Informationen bedingungslos dafür verwenden», sagt FCSG-Präsident Matthias Hüppi zum Vorfall. 

Stürmer wurde selbst verwarnt
Tosin hörte die Beleidigung gut, da nur wenige hundert Zuschauer im Stadion waren. Wie Aufnahmen des SRF zeigten, hatte der Stürmer Pfiffe der Fans bereits vor der Beschimpfung mit einem Finger auf seinen Lippen quittiert, um die Fans verstummen zu lassen. Dafür wurde Tosin wegen Unsportlichkeit verwarnt. 

FCSG hat Strafanzeige eingereicht
«Der FC St.Gallen 1879 ist schockiert und wütend und stellt hiermit klar, dass wir Rassismus auch nicht ansatzweise tolerieren. Wir werden alles dafür tun, um die Person ausfindig zu machen und werden die uns zur Verfügung stehenden Informationen bedingungslos dafür verwenden», sagt FCSG-Präsident Matthias Hüppi zum Vorfall. Sobald die Person ausfindig gemacht wurde, will der FC St.Gallen mit der höchstmöglichen Strafe reagieren. Deshalb wurde Strafanzeige wegen rassistischer Beschimpfung eingereicht.  

Weiter heisst es im Statement von Hüppi: «Ich möchte diese Person nie mehr bei uns im Kybunpark sehen. Der FCSG steht beispielhaft für Integration, für die Zusammenarbeit von Menschen verschiedenster Herkunft, verschiedenster Religionen und verschiedenster Kulturen. Diese Grundhaltung lassen wir uns nicht beschädigen und wir werden alles dafür tun, um dies in Zukunft zu verhindern. Wir entschuldigen uns in aller Form beim Spieler Aiyegun Tosin und beim FC Zürich. Rassismus hat nirgendwo Platz, auch nicht beim FC St.Gallen 1879.»

mik