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Stadt St.Gallen
12.05.2022
12.05.2022 17:09 Uhr

Maestrani-CEO und Pappa über Kunst und Schoki

Christoph Birchler und Stadtpräsidentin Maria Pappa
Christoph Birchler und Stadtpräsidentin Maria Pappa Bild: Patrice Ezeogukwu
Zum 170-jährigen Bestehen veranstaltet der Schweizer Schokoladen Hersteller Maestrani eine kleine Kunstaktion auf dem Gallusplatz. Schüler der Schule für Gestaltung kreieren Neuinterpretationen alter Maestrani-Werbeplakate.

Die Maestrani Schweizer Schokoladen AG – vor allem bekannt durch ihre Marke «Minor» – feiert 170 Jahre Jubiläum. Aus diesem Grund veranstaltet der Schokoladenhersteller eine Kunstaktion auf dem Gallusplatz. Neun Schüler des gestalterischen Vorkurses an der Schule für Gestaltung St.Gallen wurden von einer Jury auserkoren, alte Werbeplakate von Maestrani in einer Live-Performance neuzugestalten.

Neun von 54 auserkoren

Die ganze Aktion sei ein längerer Prozess gewesen, wie der Lehrer Dominik Noger gegenüber stgallen24 sagt. «Wir wurden von Maestrani angefragt, historische Maestrani-Plakate neu zu gestalten. So ergab sich ein praxisnaher Auftrag – vom Briefing über Recherche bis hin zu einem Besuch der Produktionsstätte.»

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Zu Beginn hätten alle 54 Schüler zu zwei alten Plakaten jeweils eine Skizze angefertigt, so Noger. «Diese wurden dann weiter konkretisiert und so entstanden schlussendlich fertige Plakate im A1-Format. Beendet wurden aber nur 43, welche dann auch der Jury präsentiert wurden.» Und neun von den Schülern wurde dann ausgewählt, ihre neu interpretierten Plakate live auf dem Gallusplatz ein zweites Mal zu erstellen.

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«Schön, etwas Zufriedenstellendes zu kreieren»

Nun sind die Schüler schon seit 9.30 Uhr fleissig dran, mit Pinsel und Farbe ihre Neugestaltung zu erstellen. Für die meisten ist es eine neue Erfahrung, eine Auftragsarbeit zu erstellen. Aber das ganze sei dennoch cool, wie die junge angehende Künstlerin Silja Alge erzählt. «Die Leute sind sehr offen und ich habe auch viele Komplimente bekommen, was sehr motivierend ist.» Besonders herausfordern seien die Ideenfindung und das Aussortieren der vielen Skizzen gewesen. «Aber ich finde, dass ich das gut gemeistert habe.»

Ähnlich erging es auch Coralie Eggli. «Es ist cool und macht Spass, Publikum zu haben.» Grössere Schwierigkeiten habe sie nicht gehabt. So ist auch sie zufrieden mit ihrer Performance.

Nicht ganz so rund lief es bei Lara Hüttenmoser. «Mit dem zuerst erstellten Bild bin ich sehr zufrieden. Es ist schön, etwas Zufriedenstellendes mit einer Botschaft zu kreieren, die auch eine gewisse Reichweite bekommt.» Aber die Live-Performance sei stressig gewesen: «Ich habe zu viele Fehler gemacht und langsam gearbeitet. Die Aktion war besonders zu Beginn ungewohnt. Nächstes Mal werde ich entspannter an die Sache gehen!»

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Noch bis Sonntag auf dem Gallusplatz

Die Ergebnisse dieser spielerisch-freien Umgestaltungsaktion sind anschliessend noch bis Sonntag auf dem Gallusplatz als Plakatausstellung zu bestaunen. Die zeitgenössischen Kunstwerke können ab dem 1. Juni 2022 im Chocolarium in Flawil zum Preis von 300 Franken gekauft werden. Die Hälfte des Erlöses geht dabei an die Jugendlichen des gestalterischen Vorkurses, der Rest soll in irgendeiner Form jungen Künstlern in der Ostschweiz zukommen.

«Schafft mit eurer Kreativität Einzigartiges»

Um 13.15 Uhr eröffnete dann Maestrani-CEO Christoph Birchler den Anlass offiziell und erzählte, wie er auf diese Kunstaktion gekommen ist: «Schoki ist sensitiv und hat etwas künstlerisches an sich. So kam es dann, dass wir etwas mit jungen Künstlern machen wollten.» Und Birchler ist sichtlich erfreut über die Ergebnisse. «Die Verbindung von Vergangenheit und Zukunft hat eine grosse Harmonie und passt zu der Firma Maestrani.»

Auf Birchler folgte dann Stadtpräsidentin Maria Pappa. Sie holte die Geschichte von Maestrani auf und bedauerte, dass der Schokoladenhersteller seinen Sitz nicht mehr in der Stadt St.Gallen hat. Natürlich gratuliert sie trotzdem: «170 Jahre Maestrani – nicht schlecht. Hoffentlich auf weitere 30 Jahre – so lange überlebe ich hoffentlich noch.» Abgeschlossen hat die Stadtpräsidentin mit einem witzigen Spruch: «Bei der Stimmung, die bei der Kunstaktion herrscht, lohnt es sich vielleicht, wieder nach St.Gallen zurückzukehren.»

Auch Verwaltungsratspräsident Randolf Hanslin hielt eine Rede. Er erläuterte die ganzen Meilensteine, welche Maestrani in ihrer 170-jährigen Geschichte erreichte – von der Firmengründung 1852 in Luzern über den Umzug nach St.Gallen bis hin zur «Besetzung» des Teufelssteins. Abschliessend sprach er direkt zu den jungen Künstlern: «Löst euch vom Herdentrieb und schafft mit eurer Kreativität Einzigartiges!»

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Patrice Ezeogukwu/pd