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Stadt St.Gallen
30.04.2022
30.04.2022 02:12 Uhr

Argentinische Tango-Oper kommt nach St.Gallen

Bild: theatersg.ch
Mit «María de Buenos Aires» schufen Ástor Piazzolla und Horacio Ferrer ein Stück, das stellvertretend für den Tango Argentino steht. Am Samstag, 7. Mai, 19 Uhr, erlebt ihre Tango-Oper im «Umbau» ihre Premiere.

Ein packender, melancholischer Tanz, geboren in den heruntergekommenen Vierteln von Buenos Aires und entstanden aus dem Kampf mit der Not, ist die Seele der Tango-Oper «María de Buenos Aires». María sucht das grosse Glück, scheitert und wird in einer Schwarzen Messe getötet. Nach ihrem Tod streicht ihr Schatten durch die Strassen von Buenos Aires – und in einem endlosen Zyklus entsteht wieder eine María.

Liebeserklärung an die Heimatstadt

Mit ausdrucksstarker Musik erzählt Ástor Piazzolla die Geschichte vom schwierigen Leben und mythischen Tod Marías. Er verfasste mit seiner einzigen Oper eine Liebeserklärung an seine Heimatstadt Buenos Aires und revolutionierte dabei den Tango, indem er argentinische Folklore mit klassischer, moderner Musik und Jazz verschmolz. Der Uruguayer Horacio Ferrer war als Lyriker, Schriftsteller und Journalist tätig. In seinen fantasievollen, traumähnlichen, teils surrealistischen Gedichten sah Piazzolla das gleiche, was er mit seiner Musik ausdrücken wollte.

Argentinische Leitung

Die musikalische Leitung hat Natalia Salinas. Die junge Argentinierin ist fest in der südamerikanischen Konzert- und Opernwelt verhaftet und dirigierte unter anderem an den zwei grössten argentinischen Opernhäusern, dem Teatro Colón und dem Teatro Argentino de La Plata. Seit 2019 ist sie vermehrt auch in Europa tätig. Ein Schwerpunkt ihres Schaffens bildet die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts.

Auch der Regisseur Marcos Darbyshire stammt aus Argentinien. Nach der Ausbildung zum Pianisten in seiner Heimat zog er nach Europa und verlegte sich zunehmend auf Regiearbeiten. Mit der 1968 uraufgeführten «María de Buenos Aires» gibt er sein St.Galler Debüt. Die Titelrolle wird interpretiert von der litauischen Mezzosopranistin Ieva Prudnikovaite, die am Theater St.Gallen schon in «Der unsterbliche Kaschtschei von Rimski-Korsakow» und in der Krenek-Fassung von Monteverdis «L'incoronazione di Poppea» zu erleben war.

Musikalische Leitung: Natalia Salinas
Inszenierung: Marcos Darbyshire
Bühne: Martin Hickmann
Kostüm: Annemarie Bulla
Video: Martin Hickmann, Anselm Fischer
Licht: Anselm Fischer
Choreinstudierung: Franz Obermair
Dramaturgie: Caroline Damaschke
Regieassistenz: Guta Rau

María: Ieva Prudnikovaite
Sprecher: David Luque
Sänger: Mariano Gladić
Der Schatten Marías (Performerin): iSaAc Espinoza Hidrobo
Das Kind María: Eva Leippold / Josette Schindler
Bandoneon: Marcelo Nisinman
Gitarre: Juan Sebastian Lima
Klavier: Mischa Cheung

Sinfonieorchester St.Gallen
Chor des Theaters St.Gallen

Vorstellungen

Samstag, 7. Mai 2022, 19 Uhr (Premiere)
Mittwoch, 11. Mai 2022, 19.30 Uhr
Sonntag, 15. Mai 2022, 19 Uhr
Donnerstag, 19. Mai 2022, 19.30 Uhr
Dienstag, 24. Mai 2022, 19.30 Uhr

Dienstag, 7. Juni 2022, 19.30 Uhr
Freitag, 10. Juni 2022, 19.30 Uhr
Sonntag, 12. Juni 2022, 14 Uhr

pez/pd