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Stadt St.Gallen
08.03.2022
08.03.2022 13:25 Uhr

Akris präsentiert neue Kollektion im «Square»

Bild: akris.com
Für die Herbst-Kollektion 2022 begibt Albert Kriemler sich in einen kreativen Dialog mit dem deutschen Künstler Reinhard Voigt und den farbigen Quadraten seiner Rasterbilder. Passend dazu wurde das Shooting im «Square» der HSG durchgeführt.

Für die neue Kollektion hat sich Albert Kriemler vom St.Galler Modehaus Akris mit dem deutschen Raster-Künstler Reinhard Voigt zusammengesetzt. Ihre gemeinsame Sensibilität für die Platzierung von Farben wird in leuchtenden Sammlerdrucken auf Scuba oder Schurwolle und in raffinierten St.Galler Quadratstickereien auf Organza spürbar.

Präzise Linien und quadratische Formen werden in Anzüge aus weichem Cord oder karierter Wolle übersetzt, die Frauen ein Selbstvertrauen verleihen, das mehr gefühlt als erzwungen ist. Körpernahe Silhouetten wie Kleider und Röcke, die aus zwei Quadraten geschnitten werden, stehen im Kontrast zu Kaschmirpullovern mit lockerer Passform oder spielerischen Fransen und Plisseekleidern, wie das Modehaus schreibt.

Passend zu dem auf Quadraten basierten Design wurde das Shooting für die neue Kollektion im «Square» der Universität St.Gallen (HSG) durchgeführt. Schon während der Arbeit an der Kollektion sei Kriemler die Idee gekommen, das Shooting dort zu inszenieren. Entworfen wurde das neue Lernhaus vom japanischen Architekten Sou Fujimoto. Mit ihm hat Kriemler bereits für die Frühjahr/Sommer-Kollektion 2016 zusammen gearbeitet.

«Ein Quadrat mag auf den ersten Blick streng und flach erscheinen, doch in einem Raster angeordnet, ermutigt es zu kreieren und zu spielen», so Akris. Diese Flexibilität im Raster sei es, die Kriemler, Voigt und Fujimoto in ihrer Arbeit verbindet.

Albert Kriemler, Kreativdirektor des Schweizer Modehauses Akris Bild: Keystone

Über Akris

Akris wurde 1922 in St.Gallen von Alice Kriemler-Schoch, einer unternehmerischen Frau gegründet. In ihrem kleinen Nähatelier begann sie mit der Herstellung getupfter Schürzen.

Mit Stoffen aus St.Gallen – auch damals schon ein führendes Textilzentrum, das bis heute für seine exquisite Baumwolle und Stickereien bekannt ist – kleidete Alice bald die modebewussten Frauen der Stadt ein. 1944 stieg ihr Sohn Max in den Familienbetrieb ein. Er schuf den Namen Akris nach den Initialen seiner Mutter und unterstützte sie beim Ausbau ihrer Kollektionen. Später arbeitete er, Seite an Seite mit seiner Frau Ute Kriemler, auch mit Pariser Couture-Häusern wie Ted Lapidus und Givenchy zusammen, deren Prêt-à-Porter-Kollektionen Akris fertigte.

Im Alter von 19 Jahren sollte ihr ältester Sohn Albert in Paris bei Modeschöpfer Hubert de Givenchy Erfahrungen sammeln, aber die familiäre Pflicht rief, als der wichtigste Mitarbeiter seines Vaters unerwartet verstarb. Ohne zu zögern, übernahm Albert Kriemler die Designverantwortung von Akris und machte das Haus zum internationalen Symbol für diskrete Eleganz, die es heute verkörpert.

pez/pd