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Häggenschwil
18.02.2022
17.02.2022 15:46 Uhr

Ruine wird für 750'000 Franken saniert

Bild: schweizerfeuerstellen.ch
In diesem Frühjahr sollen die Unterhaltsarbeiten an der Ruine Ramschwag beginnen. Die Bauleitung übernimmt der ehemalige Häggenschwiler Gemeindepräsident Hans-Peter Eisenring.

Die Gemeinde Häggenschwil hat die Ruine Ramschwag im Jahr 2013 erworben. Dieses Kulturgut steht seit 1931 unter Bundesschutz und muss entsprechend unterhalten werden. Ein Stein, welcher aus dem Mauerwerk fiel, brachte buchstäblich einiges ins Rollen. Die Sicherheit der Besucher schien gefährdet.

750'000 Franken teure Sanierung

Deshalb wurden umfangreiche Abklärungen durch Spezialisten gemacht. Ein Konzept mit Kostenschätzung hat gezeigt, mit welchen Massnahmen die Ruine Ramschwag saniert werden kann. Die Kosten wurden auf rund 750'000 Franken veranschlagt. Nach grossen Anstrengungen konnte die Finanzierung für die Sanierung der Ruine gesichert werden. Der Beitrag der Gemeinde Häggenschwil beläuft sich auf 100'000 Franken und ist bereits durch Rückstellungen gesichert.

Im Jahre 2021 wurde das Baugesuch für die Sanierung der Ramschwag eingereicht. Inzwischen liegt die Baubewilligung vor. Deshalb wird in diesem Frühjahr nach verschiedenen Vorabklärungen mit den Sanierungsarbeiten begonnen. Zuerst werden Spezialisten der Firma Gall Forst die Hangsicherung vornehmen und das Fundament mit einer Vernagelung sowie mit Spritzbeton verstärken. Anschliessend wird die Bauunternehmung Stutz AG mit den allgemeinen Sanierungsarbeiten am Turm und an der Schildmauer beginnen.

Weil die Zufahrt zur Ruine Ramschwag nicht optimal ist, muss ein grosser Teil des Baumaterials mit Transporthelikoptern vom Installationsplatz auf dem Waffenplatz Bernhardzell zur Ramschwag geflogen werden.

Alt-Gemeindepräsident Hans-Peter Eisenring Bild: zVg

Die Bauleitung der Sanierungsarbeiten wurde durch die Gemeinde an Hans-Peter Eisenring übertragen. Für ihn ist es eine Herzensangelegenheit, diese Arbeiten zusammen mit Ingenieur Andreas Heller vom Büro Bänziger und Partner sowie mit Geologe David Imper und Burgenkenner Jakob Obrecht zu koordinieren.

Mit Freiwilligen Kosten sparen

Eisenring ist auch dafür besorgt, dass verschiedene Arbeiten zur Einsparung von Kosten durch Freiwillige ausgeführt werden können. Selbstverständlich werden die Sanierungsarbeiten gemäss den Vorgaben der Denkmalpflege und Archäologie ausgeführt.

Während den Bauarbeiten wird der Zugang zur Ruine Ramschwag aus Sicherheitsgründen gesperrt sein. Dafür wird die Ruine Ramschwag nach der Sanierung wieder in neuem Glanz erscheinen und auch die Sicherheit der Besucher ist dann wieder gewährleistet.

pez/pd