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Naturmuseum kündigt ein wildes Jahr an

Wer würde im Sittertobel Gämsen vermuten?
Wer würde im Sittertobel Gämsen vermuten? Bild: Lorenzo Vinciguerra
Das Programm 2022 des Naturmuseums hält im Sommer eine Eigenproduktion mit Fokus auf die wilde Seite St.Gallens bereit. Wilde Tiere, wilde Orte und wilde St.Galler werden in der Sonderausstellung «Wildes St.Gallen – der Stadtnatur auf der Spur» Thema sein.

In seinem fünften Jahr verzeichnete das Naturmuseum trotz der Schliessung in den ersten zwei Monaten rund 45'600 Eintritte, was gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg von rund 30 Prozent entspricht. Am meisten Besucher zog die jährlich wiederkehrende Sonderausstellung «Allerlei rund ums Ei» an, die auch von Schulklassen besonders gerne für eine Führung gebucht wird. Insgesamt über 6300 Schüler waren im vergangenen Jahr im Naturmuseum unterwegs.

Vom Stubentiger zu den Stadttieren

Noch bis zum 27. Februar stehen mit der Sonderausstellung «Die Katze. Unser wildes Haustier» die Stubentiger im Fokus. Die Co-Produktion der Naturmuseen Thurgau und Olten vermittelt Wissen zur Biologie sowie zur Lebensweise des beliebtesten Haustiers der Schweiz, thematisiert aber auch das nicht immer konfliktfreie Zusammenleben mit uns Menschen.

In der jährlichen Sonderausstellung «Allerlei rund ums Ei» stehen die Eierleger im Mittelpunkt. Bild: Leo Boesinger

Mit den steigenden Temperaturen des Frühlings hält die jährlich wiederkehrende Sonderausstellung «Allerlei rund ums Ei» Einzug. Sie wird vom 15. März bis zum 8. Mai die vielfältige Welt der Eier präsentieren. Am 4. Juni öffnen sich die Türen zu einer neuen Eigenproduktion des Naturmuseums, die einen Einblick in St.Gallens wilde Seite offenbart. Die Ausstellung «Wildes St.Gallen – der Stadtnatur auf der Spur» zeigt in fünf Modulen auf, wer sich mit den St.Gallern den Lebensraum teilt, auf welche Rückzugsorte tierische Stadtbewohner angewiesen sind und wie sich die wilde Seite St.Gallens weiterentwickeln könnte.

Wo die wilden St.Galler wohnen

Das tierische Leben auf Stadtgebiet ist reichhaltig: von A wie Alpensegler im Kloster, über G wie Gämsen im Sittertobel bis zu W wie Wanderratten im weitverzweigten Kanalisationssystem der Stadt. Aber auch die menschlichen Stadtbewohner kommen zu Wort: Vier von ihnen erzählen in kurzen Interviews von ihrem wilden Paradies in St.Gallen.

Begleitend zur Sonderausstellung ist ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm geplant. Es beinhaltet Vorträge zu Wildtieren und ihren städtischen Lebensräumen, Exkursionen zu den wilden Orten St.Gallens, aber auch eine Podiumsdiskussion zur nachhaltigen Stadtentwicklung. Denn die Sonderausstellung möchte nicht nur aufzeigen, wer auf Stadtgebiet heimisch ist, sondern auch Massnahmen und Visionen vorstellen, die zur Erhaltung und Stärkung der wilden Seite St.Gallens beitragen.

Im Fokus der neuen Sonderausstellung stehen tag- und nachtaktive Wildtiere, die meist unbemerkt auf Stadtgebiet unterwegs sind. Bild: Toni Bürgin

Fixsterne im Museumsjahr

Nach zwei Jahren Pandemie ist klar: Nix ist fix im Museumjahr. Aber beliebte Höhepunkte wie das jährliche Natur- und Tierfilmfestival sollen weiterhin fester Bestandteil des Jahresprogramms sein. 24 Filme des internationalen Filmfestivals «NaturVision» stehen dieses Jahr am Start und sind für das Wochenende vom 19./20. Februar geplant.

Auch international werden trotz der besonderen Situation Pläne geschmiedet, an denen sich das Naturmuseum beteiligen wird: Am 15. Mai findet der internationale Tag der Museen und am 21. Mai der internationale Tag der Biodiversität statt. Am 10. September folgt schliesslich die St.Galler Museumsnacht, welche letztes Jahr in angepasster Form stattgefunden hat. Mit der 25. Herbsttagung am 12. November neigt sich das Museumsjahr 2022 dem Ende zu. Vier öffentliche Fachreferate geben Einblick in das Thema «Umwelt-DNA – Möglichkeiten und Grenzen».

Link zum Jahresprogramm

pez/pd