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Kanton
22.10.2021

AGV meets Stadler Rail - volles Haus bei Werksbesichtigung

v.l. Präsidentin Brigitte Lüchinger und der AGV  Rheintal durften zahlreiche Gäste begrüssen, unter  ihnen  Sarah Peter Vogt, Gemeindepräsident Reto Friedauer und Sabina Saggioro
v.l. Präsidentin Brigitte Lüchinger und der AGV Rheintal durften zahlreiche Gäste begrüssen, unter ihnen Sarah Peter Vogt, Gemeindepräsident Reto Friedauer und Sabina Saggioro Bild: Ulrike Huber
Dreimal war die Besichtigung der neuen Werks von Stadler Rail in St.Margrethen coronabedingt verschoben worden. Im vierten Anlauf hat es endlich geklappt. Mehr als 120 Mitglieder des AGV Rheintal staunten über das Geschehen in den mächtigen Hallen.

AGV-Rheintal-Präsidentin Brigitte Lüchinger durfte ihre Mitglieder zum ersten «physisch durchgeführten Anlass» in diesem Jahr begrüssen. Dreimal musste diese Werkbesichtigung verschoben werden. Jetzt, im vierten Anlauf konnte sie endlich unter 3G-Regeln über die Bühne gehen. Mehr als 120 Mitglieder des AGV liessen sich diese Gelegenheit nicht entgehen.

Der AGV Rheintal und Stadler Rail hatten die Verbandsmitglieder zur Besichtigung des Produktionsstandortes St.Margrethen geladen Bild: Ulrike Huber

Absolute Erfolgsstory

«Stadler Rail ist eine absolute Erfolgsstory und dieses neue Werk in St.Margrethen ein wichtiger Impuls für den Werkplatz Schweiz», begrüsste Brigitte Lüchinger die Anwesenden und zeigte auf, in welch atemberaubender Geschwindigkeit die neuen Werkhallen auf der Brache des Altfeldareals entstanden sind.

Mehr als 120 Arbeitgeber aus dem Rheintal waren der Einladung gefolgt Bild: Ulrike Huber

«m Juli 2018 war Spatenstich. Dann liefen die Bauarbeiten Zug um Zug ab, sodass diese Produktionsstätte schon bald in Betrieb genommen werden konnten. Diese Produktionsstätte, die von Architekt Göldi aus Altstätten massgeblich mitgeprägt wurde.»

  • In einem Image-Video wurde das weltweit tätige Unternehmen von Stadler Rail präsentiert Bild: Ulrike Huber
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  • Stadler Rail Schweiz CEO Markus Bernsteiner präsentierte sein Unternehmen und hielt einen Impulsvortrag zum Thema «Mut zur Veränderung» Bild: Ulrike Huber
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  • AGV-Präsidentin Brigitte Lüchinger übergab das Wort nach ihrer Begrüssung an CEO Markus Bernsteiner Bild: Ulrike Huber
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Mut zur Veränderung

Stadler Schweiz CEO Markus Bernsteiner präsentierte sichtlich stolz ein Image-Video von Stadler Rail. In seinem Impulsvortrag über den «Mut zur Veränderung» erläuterte er, wie die mutige Entscheidung für den Bau eines neuen Produktionsstandortes im Hochlohnland Schweiz zustande gekommen ist.

In Gruppen zu jeweils etwa zwanzig Personen wurde durch das Werk geführt Bild: Ulrike Huber

Der in 22 Ländern mit insgesamt 13´000 Mitarbeitern tätige Zugbauer, der jährlich etwa 3,1 Milliarden Franken umsetzt, hatte die nicht mehr ganz zeitgemässe und ineffiziente Produktion in Altenrhein zu ergänzen oder zu ersetzen, um auf Dauer nicht an Konkurrenzfähigkeit einzubüssen. Es gehörte angesichts der Möglichkeiten der Produktion in Billigländern auch ein gerüttelt Mass an Mut, die neuen Werkhallen in der Schweiz entstehen zu lassen.

Brigitte Lüchinger verfolgte aufmerksam die Ausführungen des Stadler-Mitarbeiters Bild: Ulrike Huber

Metros und Zahnradbahnen

Stadler baut nicht nur «normale Züge», sondern auch Geräte für Strassenbahnen, Metros oder Zahnradbahnen. St.Margrethen ist der Hauptstandort für die Produktion von Doppelstockzügen. Jeder Veränderung berge grosse Chancen in sich, referierte Markus Bernsteiner. Chancen, aus alten Denkmustern und Geleisen auszubrechen und sich selbst, die Organisation und die Denkweise der Mitarbeiter neu zu überdenken und zu transformieren.

Es wurde über die Grösse der Anlage und die Abfolge der Arbeitsschritte gestaunt Bild: Ulrike Huber

Welch grosses Werk und welch imponierender Bau in St.Margrethen entstanden ist, davon konnten sich die AGV-Mitglieder dann bei einem geführten Rundgang selbst ein Bild machen. Die Reise führte durch die verschiedenen Hallen, in denen die Waggons und Garnituren in unterschiedlichen Ausbauzuständen zu sehen waren. Von der Anlieferung über die Sandstrahlkabine, die Lackiererei, bis in die Endmontagehalle.

  • Der Streifzug durch die Hallen offenbarte viele interessante Details... Bild: Ulrike Huber
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Drehgestelle aus Winterthur

Eindrücklich die Details, die von den kompetenten Mitarbeitern von Stadler Rail genannt wurden. So dass es für das Lackieren einer Garnitur über 2,5 Tonnen an Farbe benötigt. Oder dass die Drehgestelle, auf denen die Waggons rollen, aus einem eigenen Stadlerwerk in Winterthur zugeliefert werden. Genauso etwa die Elektrovormontagen aus Polen. Dass die Lagerhaltung in dem riesigen, zwölf Meter hohen und 6´600 Quadratmeter grossen Lager gerade einmal für vier bis fünf Tage ausreicht.

Stadler-Mitarbeiter Jan Wiggenhauser beantwortete kompetent die Fragen seiner Gäste Bild: Ulrike Huber

Nach der Besichtigung bestand bei einem Apéro in der Werkskantine die Möglichkeit, das Erlebte auszutauschen, mit alten Freunden und Bekannten einen Smalltalk zu halten und sich am wunderbaren Buffet zu delektieren. Unter den Gästen befanden sich zahlreiche prominente Rheintaler, von denen viele die Gelegenheit nutzten, sich mit Stadler Rail CEO Markus Bernsteiner zu unterhalten.

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  • Der Rundgang führte durch alle Produktionshallen Bild: Ulrike Huber
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Wie etwa Kantonsrat Stefan Britschgi, Gemeindepräsident Reto Friedauer, Geschäftsleiterin Sabina Saggioro von Rheintal.com, Coaching- und Consulting Expertin Sarah Peter Vogt oder RA Thomas Bolt als Geschäftsführer des AGV Rheintal mit Gattin Helena.

  • Kantonsrat Stefan Britschgi und Kurt Ulmann, Geschäftsführer von Baumann Küchen in Berneck Bild: Ulrike Huber
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  • FC Widnau Präsident Kuno Jocham beim Fachsimpeln über das runde Leder Bild: Ulrike Huber
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  • AGV Geschäftsführer Rechtsanwalt Thomas Bolt mit Gattin Helena Bild: Ulrike Huber
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  • Stadler Rail Schweiz CEO Markus Bernsteiner mit Versicherungstreuhänder Adrian Zellweger Bild: Ulrike Huber
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Auch Fussball war ein Thema

FC Widnau-Präsident und Betriebsleiter des Büro- und Lagersystemspezialisten Hänel & Co in Altstätten Kuno Jocham plauderte natürlich über Fussball. So etwa mit Yanik Sigrist, Geschäftsführer von work-shop Personal. Oder mit Adrian Zellweger von RVT Versicherungs-Treuhand AG in Oberriet, der vor einigen Jahren einmal als Trainer des FC Diepoldsau-Schmitter fungierte.

Dazu wurde von fleissigen Arbeitsbienen der goldene Tropfen von tobias.wein.gut aus Berneck serviert, dessen Chef Christoph Schmid von Qualität (gut) und Ertrag (schlecht) der diesjährigen Traubenernte erzählen konnte.

rheintal24/gmh/uh