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Teufen AR
20.10.2021

Voranschlag für 2022 der Gemeinde Teufen

Bild: Matilda Good
Der Voranschlag für das Jahr 2022 sieht eine Reduktion des Steuerfusses um 0.1 Einheiten und einen Ertragsüberschuss von 75'710 Franken vor. Mit nahezu 20 Millionen Franken sind höhere Nettoinvestitionen geplant als in den Vorjahren.

Der Voranschlag der Erfolgsrechnung weist bei einem um 0.1 Einheiten reduzierten Steuerfuss von 2.7 Einheiten für natürliche Personen für das Jahr 2022 einen Ertragsüberschuss von 80'000 Franken aus. Auf operativer Stufe resultiert allerdings ein Verlust von 1,81 Millionen Franken.

Es wird somit davon ausgegangen, dass die betrieblichen Aufwendungen im Jahr 2022 deutlich höher ausfallen werden, als die betrieblichen Erträge in Form von Steuereinnahmen und Entgelten. Dass die Gesamtrechnung trotz dem negativen operativen Ergebnis positiv abschliesst, sei primär auf die Auflösung von Zusatzabschreibungen zurückzuführen, die in der Vergangenheit gebildet werden konnten, teilt die Gemeinde Teufen mit.

Reduktion des Steuerfusses auf 2.7 Einheiten

Der Voranschlag 2022 sieht eine Reduktion des Steuerfusses um 0,1 Einheiten vor. Der Gemeinderat erachtet eine Steuerreduktion zum jetzigen Zeitpunkt namentlich aus zwei Gründen als angezeigt. Zum einen konnte im Jahr 2021 ein deutlich über dem Voranschlag liegender Ertragsüberschuss und eine Vorfinanzierung über drei Millionen zugunsten des neuen Sekundarschulhauses gebildet werden.

Zum anderen geht die kantonale Steuerverwaltung in ihren aktuellen Steuerprognosen davon aus, dass im kommenden Jahr trotz der Corona-Pandemie nicht mit wesentlichen Steuerrückgängen gerechnet werden muss. Unter Berücksichtigung der Steuerfussreduktion geht der Voranschlag 2022 gegenüber demjenigen im Jahr 2021 von einem Rückgang der Steuereinnahmen um rund 360'000 Franken aus. Bei den Steuereinnahmen der natürlichen Personen wird von einem Rückgang um rund 220'000 Franken ausgegangen.

Höherer Personal- und Sachaufwand vorgesehen

Der betriebliche Aufwand fällt mit 52,78 Millionen Franken fast gleich hoch aus wie im Voranschlag 2021 (52,75 Millionen) Mit der grössten Steigerung (rund CHF +0.46 Mio.) wird beim Transferaufwand gerechnet.

Der Personalaufwand ist mit 24,07 Millionen Franken minimalst höher als im Voranschlag 2021 (+0,1 Prozent); der Sach- und übrige Betriebsaufwand (13,15 Millionen) liegt rund 340'000 Franken tiefer.

Auflösung von Zusatzabschreibungen verbessern das Ergebnis

Dank der soliden Haushaltsführung in den letzten Jahren kann für das Rechnungsjahr 2022 ein ausserordentlicher Ertrag in der Höhe von 1,69 Millionen Franken veranschlagt werden. Dieser resultiert aus einem Rückgriff auf die in der Vergangenheit gebildete Abschreibungsreserve.

Dank diesem ausserordentlichen Ertrag kann das Defizit auf der operativen Stufe kompensiert und ein Ertragsüberschuss im eingangs erwähnten Umfang von 80'000 Franken ausgewiesen werden.

Hohe Investitionen von fast 20 Millionen vorgesehen

Für das kommende Jahr sind Nettoinvestitionen von insgesamt knapp 20 Millionen Franken veranschlagt. Die Nettoinvestitionen fallen damit zwei- bis dreimal höher aus als in den Vorjahren. Hauptverantwortlich für die ausserordentlichen hohen Investitionen ist der Neubau des Sekundarschulhauses Landhaus. Hierfür sind im Voranschlag 2022 knapp 11,89 Millionen Franken vorgesehen.

Im Investitionsbudget enthalten sind weiter 4,94 Millionen für Umweltschutz und Raumordnung sowie 1,70 Millionen für Gemeindestrassen. Die Details zum Voranschlag 2022 sind in einem umfassenden Aufgaben- und Finanzplan festgehalten. Dieser ist ab Anfang November auf der Homepage der Gemeinde aufgeschaltet und liegt auf der Gemeindeverwaltung auf.

Orientierungsveranstaltung am 10. November

Der Gemeinderat wird den Voranschlag 2022 anlässlich der öffentlichen Orientierungsversammlung vom 10. November 2021, 19.30 Uhr im Lindensaal, detailliert erläutern.

pez/pd