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Warum die SP eine eigene Corona-Seite lanciert

Bild: pexels
Die SP der Stadt St.Gallen hat die verschiedenen Möglichkeiten der Corona-Unterstützung in der Stadt St.Gallen auf einer eigenen Website zusammengefasst. Die bestehenden Angebote seien nämlich nicht optimal.

Die Massnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus sind nötig, um das Gesundheitssystem durch schwere Krankheitsverläufe vor dem Kollaps zu schützen und sind letztlich das einzige Mittel, längerfristig wieder eine Normalisierung des gesellschaftlichen Lebens zu erreichen, schreibt die SP der Stadt St.Gallen am Freitag in einem Communiqué.

Die Massnahmen bedeuten gleichzeitig für viele Gewerbetreiber, Familien oder Kulturschaffende in der Stadt St.Gallen einen finanziell harten und oftmals psychisch belastenden Einschnitt. Bund, Kanton und Stadt haben im vergangenen Jahr eine breite Palette an finanziellen Unterstützungsmassnahmen lanciert.

Kritik an bestehendem Angebot

Das Problem: Die rasch wechselnden Regelungen und Voraussetzungen seien nicht nur für Laien schwierig zu überblicken. Nicht immer sei klar, wohin man sich wenden kann, wenn das Geld knapp oder alles irgendwie zu viel wird. Zudem würden sich die Informationen häufig auf bestimmte Lebensbereiche beschränken, eine Übersicht fehle indes.

Die Erfahrungen der vergangenen Monaten haben gezeigt, dass viele Angebote immer noch zu wenig bekannt sind, findet die SP der Stadt St.Gallen. Zwar wurde auf städtischer Ebene eine Corona-Anlaufstelle geschaffen, in der Öffentlichkeit wird diese aber noch zu wenig wahrgenommen.

Die SP der Stadt St.Gallen hat deshalb die verschiedenen Hilfsangebote und Möglichkeiten der Unterstützung in der Stadt St.Gallen auf einer eigens dafür erstellten Website zusammengefasst und bestehende Angebote verlinkt. Sie reagiere mit diesem Angebot auf das Bedürfnis nach mehr Information über die verschiedenen Hilfsangebote. Für die SP sei es wichtig, dass die breite Bevölkerung von den vielschichten Angeboten in der Krise profitieren kann.

Ihre neue Website sieht sie als einen Baustein bei dieser Bemühung. Sie soll ein Bindeglied zwischen den Unterstützungsangeboten und den Hilfesuchenden sein.

Nicht nur finanzielle Unterstützung

Die Plattform ergänzt bestehende Informationsangebote. So kann im Vergleich zu staatlichen Informationen auf eine breitere Palette von Angeboten verwiesen werden – gerade, wenn sie über die rein finanzielle Hilfe hinaus gehen. Die Website «corona-links.sg» der SP richtet sich an Privatpersonen, Gewerbetreiber und Kulturschaffende.

Zu einen finden sind zum einen Hinweise auf allgemeine Beratungsstellen und Informationsseiten, zum anderen finden​ sich auf der Plattform Links zu spezifischen Unterstützungsangeboten des Kantons, der Stadt und von Privaten.

Sie reichen über die reine finanzielle Unterstützung hinaus: Schutz vor häuslicher Gewalt, Schuldenberatungsstellen, Möglichkeiten für den Bezug von vergünstigten Lebensmitteln, Unterstützung zu Hause oder etwa Hilfe bei akuten psychischen Notfällen. Die SP beabsichtigt, die Website in nächster Zeit in weiteren Sprachen anzubieten.

mik/pd