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Kanton
22.04.2021
22.04.2021 10:21 Uhr

St.Gallen impft jetzt über 55-Jährige

In der Stadt St.Gallen befindet sich das Impfzentrum im Lerchenfeld.
In der Stadt St.Gallen befindet sich das Impfzentrum im Lerchenfeld. Bild: Patrice Ezeogukwu
Die Altersgrenze für die Vergabe von Impfterminen wird nochmals gesenkt und ab sofort können sich auch über 55-Jährige impfen lassen. Trotzdem kommt die Impfkampagne wegen Lieferschwierigkeiten erneut ins Stocken.

Im Kanton St.Gallen sind rund zwei Drittel der über 65-Jährigen geimpft oder haben einen Impftermin für die Erstimpfung erhalten. Ab sofort werden deshalb in den Hausarztpraxen und den Impfzentren auch über 55-Jährige geimpft. Die Impftermine werden weiterhin nach Alter vergeben.

Das heisst, dass eine Anmeldung von einer älteren Person immer mit Priorität behandelt wird. Wer über 55 Jahre alt ist und sich heute anmeldet, sollte in den nächsten drei Wochen einen Impftermin erhalten.

Lieferschwierigkeiten bei Moderna

Die erneuten Lieferschwierigkeiten beim Moderna-Impfstoff verzögern eine Öffnung der Impfzentren für die gesamte St.Galler Bevölkerung. Für den Monat Mai sind die Liefermengen rund 20 Prozent tiefer als ursprünglich angekündigt. Zudem kommt eine grössere Lieferung erst Ende Mai, so dass diese Impfdosen erst im Juni verimpft werden können.  

Die Impfdosen von Pfizer/Biontech treffen wöchentlich ein. Allerdings handelt es sich hier nur um kleinere Mengen zwischen 7'000 und 10'000 Impfdosen pro Lieferung. Im Mai werden die Impfzentren ihre Kapazitäten verdoppeln. Je nach Impfstoffmenge kann der Betrieb auch noch weiter ausgebaut werden. Weiterhin impfen auch mehr als 300 Ärzten. Chronisch Kranke sollen sich nach Möglichkeit in der Hausarztpraxis impfen lassen, denn diese Patienten können in der Praxis priorisiert werden.

Nur eine Impfung für Genesene

Nach den neuesten Empfehlungen des BAG wird der Impfprozess angepasst. Personen, welche eine laborbestätigte Infektion durchgemacht haben, erhalten nur eine Impfung. Die Impfung soll sechs Monate nach der durchgemachten Infektion erfolgen. Personen, die sich online für einen Impftermin angemeldet haben, können eine Corona-Erkrankung auf http://www.wir-impfen.ch  vermerken, so dass nur ein Impftermin vergeben wird.

Eine Mail mit dieser Information wurde an alle Personen, die sich auf der Online-Plattform angemeldet haben, verschickt. Die Impfbestätigung für diese Fälle wird entsprechend angepasst. Besonders gefährdete Personen mit einer durchgemachten Infektion sollen bereits nach drei Monaten geimpft werden. Ob bei Personen, die zusätzlich noch eine immunsupprimierte Therapie haben, zwei Impfungen notwendig sind, muss die behandelnde Ärztin beziehungsweise der behandelnde Arzt entscheiden.

   

mik/pd