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Zweite Etappe der VBSG-Flottenerneuerung

St.Gallen fährt in Zukunft mit noch mehr Batterietrolleybussen. Bild: zVg
Getreu den Klimazielen von Stadt, Kanton und Bund sollen die Dieselfahrzeuge durch Elektrofahrzeuge ersetzt werden. In einer zweiten Etappe sollen die Linie 7 und 8 auf den Betrieb mit Batterietrolleybussen umgestellt werden.

Die Dieselbusflotte der VBSG muss aufgrund ihres Alters und der zurückgelegten Kilometer erneuert werden. Die Stadt nutzt die Gelegenheit, um die Flotte entsprechend den Klimazielen von Stadt, Kanton und Bund schrittweise auf Elektromobilität umzustellen.

Nach der Zustimmung der St.Galler Stimmbevölkerung zur ersten Etappe der Flottenerneuerung werden zurzeit die Fahrzeuge der Linien 3, 4 und 6 durch Batterietrolleybusse der neusten Generation ersetzt. Dieser erste Erneuerungsschritt wird Ende 2021 abgeschlossen sein.

Effizientere Transportleistung

Als zweite Etappe der Fahrzeugerneuerung und Elektrifizierung sollen die Linien 7 und 8 auf den Betrieb mit Batterietrolleybussen umgestellt werden. Gleichzeitig wird die Batterietrolleybusflotte um vier Fahrzeuge für die Verstärkungen auf den Linien 3 und 4 und die Verlängerung der Linie 3 bis Wittenbach sowie mit den betrieblich erforderlichen Reservefahrzeugen ergänzt. Dabei werden die Gefässgrössen an den Bedürfnissen der Zukunft ausgerichtet und in der Tendenz grösser bestellt als bei der bestehenden Flotte, da mit grösseren Gefässen effizientere Transportleistungen erbracht werden können.

Ebenfalls im Rahmen dieser zweiten Etappe werden zudem die Quartierbusse, die Standard- und Midibusse der Linien 9, 10 und 11 von Diesel- auf den Elektrobetrieb umgestellt. Für diesen Zweck sollen ca. 2023 sieben Standard-Batteriebusse und sechs Midi-Batteriebusse sowie die für die Depotladung notwendige Ladeinfrastruktur beschafft werden. Damit werden im gleichen Umfang Dieselbusse ersetzt.

Nur zu Beginn teurer

Die Betriebskosten der elektrifizierten Busflotte werden anfangs höher sein als der Betrieb einer vergleichbaren Dieselbusflotte. Dieser Unterschied wird sich jedoch in Zukunft deutlich vermindern. Einerseits kann mit Mitteln aus einem Förderprogramm gerechnet werden und andererseits wird ab 2026 die Mineralölsteuerrückerstattung für die Dieselbusse im Nahverkehr – und damit die faktische Subventionierung der nicht mehr zeitgemässen Dieseltechnologie durch den Bund – wegfallen.

Die Beschaffung bedarf einer Betriebsmittelbewilligung durch den Kanton St.Gallen. Die aus der Investition resultierenden Kosten der Beschaffung werden über die Betriebskosten weiterverrechnet. Der die Billetterträge übersteigende Betrag wird dem Kanton St.Gallen als Besteller des regionalen und örtlichen öffentlichen Verkehrs anteilsmässig weiterverrechnet. Die Stadt St.Gallen trägt über den Gemeindepool des Orts- und Regionalverkehrs rund 15 Prozent der Mehrkosten von Amortisation und Betrieb der elektrifizierten Flotte selber.

mik/pd