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Auto/Mobilität
13.02.2020
13.02.2020 09:53 Uhr

St.Gallen möchte Nachtzuschlag auch abschaffen

Nachdem der Kantonsrat Zürich am Montag beschloss den Nachtzuschlag im Zürcher Verkehrsbund abzuschaffen, möchte auch St.Gallen nachziehen. Damit wäre eine jahrelange Diskussion beendet.

«Hey, du musst noch den Nachtzuschlag lösen», ertönt es oft am Wochenende vor dem St.Galler Nachtbus. Denn: Mitfahren geht nur, wenn fünf Franken für den Nachtzuschlag bezahlt werden. Damit könnte aber bald Schluss sein. Der Kantonsrat Zürich hat am Montag beschlossen den Nachtzuschlag im Zürcher Verkehrsbund (ZVV) abzuschaffen. Aufgrund des zusammenhängenden Netzwerkes von Ostwind und ZVV könnte es in St.Gallen auch bald dazu kommen. Bereits vor sechs Jahren wollte die Juso St.Gallen den Nachtzuschlag abschaffen und startete eine Petition. Ohne Erfolg.

Die Streichung des Nachtzuschlags für die Ostschweiz sei letztes Jahr erneut besprochen worden, als die Thematik in Zürich aufkam, sagt  Werner Thurnheer, Geschäftsführer Tarifverbund Ostwind, auf Anfrage vom «St.Galler Tagblatt». Aufgrund des zusammenhängenden Nachtnetzes von Ostwind mit dem ZVV, wolle man keinen Alleingang machen und nachziehen. Bisher war der Zuschlag aber notwendig, um die politischen Vorgaben zu erfüllen. Bis zur endgültigen Umsetzung müsse jedoch noch einiges abgeklärt werden – vordergründig die Kostenfrage. Die Produktionskosten seien nachts generell höher, da weniger Kunden befördert werden als am Tag und man daher auch weniger Einnahmen, berichtet das «St.Galler Tagblatt».

Bei der Juso freut man sich über die neuen Entwicklungen. Der Nachtzuschlag betreffe vor allem junge Leute, die sowieso schon eher weniger Geld haben und das Ziel sollte es sein, das Bus- und Zugfahren attraktiver zu machen. 

Miryam Koc