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Stadt St. Gallen
15.03.2021
17.03.2021 18:04 Uhr

So könnte die neue Badi Rotmonten aussehen

Der Haupteingang der Rotmonten Badi könnte so aussehen. Bild: Visualisierung Geisser Streule Inhelder Architekten
Das Hauptgebäude des Freibads Rotmonten soll für über 1,5 Millionen Franken saniert werden. St.Galler Architekten konnten bei der Visualisierung überzeugen.

Das Freibad Rotmonten ist ein klassisches Familienbad, welches sich insbesondere bei den Quartierbewohnern grosser Beliebtheit erfreut. Es wurde im Jahr 1951 auf Initiative einer privaten Genossenschaft gebaut und ist heute eines von vier Freibädern in der Stadt St.Gallen. Es stammt aus der Feder der Architekten Ernst Hänny und Ernest Brantschen und ist im Inventar der schützenswerten Bauten klassiert.

Im Jahr 2006 drohten die anstehenden Sanierungsarbeiten die finanziellen Mittel der Genossenschaft zu übersteigen. Das Stadtparlament beschloss daraufhin, dass die Stadt St.Gallen das Freibad übernimmt und betreibt.

Machbarkeitsstudie durchgeführt

Sanierungsarbeiten, die im Winterhalbjahr 2008/2009 vorgenommen wurden, fokussierten auf das Baden und Schwimmen. So wurden die gesamte Badewassertechnik, das Schwimmbecken und das Rutschbahnbecken saniert. Im Winter 2014/2015 wurde ein Teil der Garderoben, der nicht mehr in Gebrauch war, abgebrochen; ein weiterer
Teil wurde als Materiallager umgenutzt. Im Winter 2016/2017 wurden der Plattenbelag der Gästeterrasse vor dem Verpflegungskiosk und deren Möblierung sowie die Spielgeräte auf dem Kinderspielplatz ersetzt.

Im Herbst 2018 musste die grössere der beiden Dachflächen des Hauptgebäudes saniert werden, da sie undicht geworden war. Das Hauptgebäude selbst weist inzwischen sowohl in baulicher als auch in betrieblicher Hinsicht einen erheblichen Sanierungs- und Erneuerungsbedarf aus

  • Sanierungsbedarf: Der Eingang ist in die Jahre gekommen. Bild: Denkmalpflege Stadt St.Gallen
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  • Und so soll er gemäss den Visualisierungen der Architekten aussehen. Bild: Visualisierung Geisser Streule Inhelder Architekten
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St.Galler Architekten überzeugten

Die erforderlichen Sanierungs- und Erneuerungsmassnahmen wurden im Rahmen einer Machbarkeitsstudie baulich und betrieblich erörtert. Der Stadtrat hat im Februar 2020 zur Durchführung eines Planerwahlverfahrens sowie zur Ausarbeitung eines Bauprojekts für die Gesamtsanierung des Hauptgebäudes einen Verpflichtungskredit in Höhe von CHF 291'000 erteilt. Fünf Architekturbüros mit Erfahrung im Umgang mit schützenswerten Bauten wurden zu einem Planerwahlverfahren eingeladen. Das Büro Geisser Streule Inhelder Architekten aus St.Gallen überzeugte die Jury durch seine sorgfältige und umfassende Auseinandersetzung mit dem denkmalgeschützten Pavillonbau.

Gemäss Kostenvoranschlag ist für die Sanierung des Hauptgebäudes des Freibads Rotmonten mit Kosten im Umfang von CHF 1'602'000 zu rechnen. Mit den Sanierungsarbeiten soll unmittelbar nach Beendigung der Badesaison 2021 im September begonnen werden. Es ist geplant, die Sanierungsarbeiten über das Winterhalbjahr 2021 /2022 auszuführen. Die Eröffnung des neu sanierten Freibads Rotmonten ist mit dem Start in die Badesaison Ende Mai 2022 geplant.

mik