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Hotels werben mit Homeoffice

Hoteloffice statt Homeoffice? Das ist für 50 Franken möglich. (Symbolbild)
Weil konzentriertes Arbeiten für manche Menschen zu Hause nicht möglich ist, bieten viele Hotels eine Alternative zum Homeoffice an – auch das Hotel Einstein in St.Gallen.

Aufwachen, Zähne putzen, Pyjama anlassen, Laptop aufklappen und Mails checken: Das Arbeiten im Homeoffice kann nach einer Zeit ermüdend und eintönig sein, für andere sogar unmöglich, wenn Kinder im Haus sind oder das Wlan streikt. Doch wie entflieht man den eigenen vier Wänden, wenn Homeoffice-Pflicht besteht und alle Cafés ebenfalls geschlossen haben?

50 Franken für einen Tag

Einige Hotels werben nun mit Homeoffice-Angeboten und vielen Extras: Wlan, Schreibtisch, Telefon und Telefax, Dusche, Parkplatz vor dem Haus. Je nach Hotel, werden Mittagessen, Snacks sowie Getränke auf das Zimmer geliefert. In manchen Hotels ist sogar auch ein Seminarraum verfügbar. Auch das Hotel Einstein in der Stadt St.Gallen hat ein solches Angebot lanciert. Dort kostet ein Homeoffice-Tag 50 Franken. Darin inbegriffen sind  Büro-Grundausrüstung mit Kaffee und Mineralwasser, Wlan, Drucker und einem Parkplatz.

Das Angebot werde gut genutzt, sagt Hermann Greiner, Director Sales & Events gegenüber «FM1today». Ein langfristiges Angebot auch nach Corona sei dies aber nicht und man möchte so schnell wie möglich wieder in den Normalbetrieb übergehen. 

Auf der Homepage «homeoffice-im-hotel.ch» gibt es sogar eine interaktive Karte mit allen Homeoffice-freundlichen Hotels der Schweiz. Neben dem Einstein soll in St.Gallen auch das Hotel «Eastside» an der Langgasse 151 besonders gut für einen Tapetenwechsel geeignet sein. Die Hotels können sich auf der Seite selbst registrieren.

Tipps für einen produktiven Arbeitstag

Für eine kleine Abwechslung sind Hotels bestimmt eine super Idee, auf Dauer aber wahrscheinlich zu teuer. Deshalb sind hier sechs Tipps, wie Sie im Homeoffice produktiv arbeiten können: 

1. Arbeitsplatz einrichten

Wer im Homeoffice produktiv arbeiten will, sollte sich in seiner Wohnung am besten ein kleines Büro einrichten. Das sollte möglichst ein eigener Raum sein und nicht nur eine abgetrennte Ecke mit Schreibtisch. So können Sie nach Feierabend nämlich einfach die Türe schliessen und werden nicht durch herumliegende Akten an noch ausstehende Aufgaben erinnert. Ebenfalls wichtig ist die richtige Ausstattung des Arbeitsplatzes. Dazu gehören ein möglichst ergonomischer Stuhl und Schreibtisch, gutes Licht, ein Computer und natürlich eine stabile Internetverbindung. Arbeiten Sie mit einem Laptop? Dann besorgen Sie sich eine externe Tastatur, einen grossen Bildschirm und eine Maus. Ihre Augen und Ihr Nacken werden es Ihnen danken.

2. Angenehme Umgebung schaffen

Niemand arbeitet gerne in einer ungemütlichen Umgebung. Achten Sie deshalb darauf, dass auch Ihr Homeoffice so eingerichtet ist, dass Sie sich gerne dort aufhalten. Sie sollten daher nach Möglichkeit nicht einen Raum zum Büro umfunktionieren, in dem sich Wäsche stapelt oder in dem man laute Strassengeräusche hört. Ein Strauss frischer Blumen oder ein Bild der Familie auf dem Schreibtisch ist auch im Homeoffice nicht verkehrt.

3. Morgenroutine beibehalten

Arbeiten im Homeoffice hat den grossen Vorteil, dass man keinen Arbeitsweg hat. Bleiben Sie deswegen aber nicht länger im Bett, sondern behalten Sie Ihre Morgenroutine bei. Wenn Sie also normalerweise um 6 Uhr aufstehen und danach Yoga machen, machen Sie das auch, wenn Sie im Homeoffice arbeiten. Das hilft Ihnen dabei, ihrem Arbeitstag Struktur zu geben und schneller mit den veränderten Arbeitsbedingungen klar zu kommen. Gerade bei Homeoffice-Neulingen kann das sonst dazu führen, dass man den Morgen vertrödelt und nicht richtig in die Gänge kommt.

4. Feste Arbeitszeiten

Ebenso wichtig wie die Beibehaltung der Morgenroutine ist das Festlegen von fixen Arbeitszeiten. Wer normalerweise um 8 Uhr mit der Arbeit beginnt und um 17 Uhr Feierabend macht, sollte das auch im Homeoffice tun. Das schützt Sie nicht nur vor einem 16-Stunden-Tag, an dem man einfach kein Ende findet, sondern lässt die Arbeit im Homeoffice auch deutlich produktiver werden. Vergessen Sie dabei aber die Pausen nicht, die gehören ebenso zu einem strukturierten Homeoffice-Tag wie der Arbeitsbeginn und der Feierabend.

5. Trainerhose oder Jeans?

Darüber, welche Kleider man im Homeoffice tragen sollte, scheiden sich die Geister. Für die einen ist es kein Problem, in Trainerhose und Schlabber-T-Shirt zu arbeiten, andere können oder wollen das nicht. Homeoffice-Neulinge sollten aber vor allem zu Beginn ihrer Homeoffice-Zeit «Arbeitskleidung» tragen. Das hilft ihnen dabei, Arbeits- und Freizeit besser und klarer zu trennen.

6. Halten Sie sich fit

Im Homeoffice bewegt man sich grundsätzlich weniger als in einem normalen Büro. Der Arbeitsweg fällt weg, ebenso der Gang in die Mittagspause oder ins Büro des Kollegen oder der Kollegin. Sorgen Sie deshalb dafür, dass Sie sich genügend bewegen. Treiben Sie nach Möglichkeit Sport oder stehen Sie regelmässig auf und gehen Sie ein paar Schritte. Trinken und essen Sie genügend und nicht zu schwer.

mik