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Stadt St.Gallen
08.01.2026
08.01.2026 10:32 Uhr

Nach Fan-Eklat verschärft die Polizei die Massnahmen

Anlässlich des Fussballspiels FC Thun gegen den FC St.Gallen vom 13. Dezember 2025 kam es zu grossem Sachschaden, massivem Abbrennen von Pyros und zu befremdenden Aktionen der St.Galler Anhängerschaft gegen die Polizei.
Anlässlich des Fussballspiels FC Thun gegen den FC St.Gallen vom 13. Dezember 2025 kam es zu grossem Sachschaden, massivem Abbrennen von Pyros und zu befremdenden Aktionen der St.Galler Anhängerschaft gegen die Polizei. Bild: Archiv
Nach den schweren Ausschreitungen rund um das Fussballspiel FC Thun gegen den FC St.Gallen vom 13. Dezember 2025 verfügt die Stadtpolizei St.Gallen Massnahmen nach dem Kaskadenmodell. Hintergrund sind erhebliche Sachschäden, massiver Einsatz von Pyrotechnik sowie anstössige Aktionen gegen die Polizei.

Anlässlich des Fussballspiels FC Thun gegen den FC St.Gallen vom 13. Dezember 2025 kam es zu grossem Sachschaden, massivem Abbrennen von Pyros und zu befremdenden Aktionen der St.Galler Anhängerschaft gegen die Polizei. Die Vorfälle wurden aufgearbeitet, worauf die Stadtpolizei St.Gallen als Bewilligungsbehörde Massnahmen nach dem Kaskadenmodell verfügt.

Sachbeschädigungen und Vorfälle rund um die Anreise

Am Samstag, 13. Dezember 2025, spielte der FC St.Gallen auswärts gegen den FC Thun. Während der Zugsreise randalierten einige Personen massiv im Extrazug. Sie schlugen Scheiben ein, rissen Sitze heraus, warfen Teile davon aus dem Zug und besprayten diesen. Es entstand ein Sachschaden von über 100'000 Franken.

Ein Teil der Anhängerschaft des FC St.Gallen beging zudem weitere Sachbeschädigungen wie Sprayereien an Gebäuden und an weiteren Bahnwagen. Zudem zündeten Personen massiv pyrotechnisches Material, bedrohten Mitarbeitern von öffentlichen Verkehrsmitteln und zeigten im Stadion anstössige Banner gegen die Polizei.

Klare Worte der zuständigen Stadträtin

Die zuständige Stadträtin, Dr. Sonja Lüthi, verurteilt die Vorfälle deutlich und hält fest: «Sachbeschädigungen und Hassaufrufe gegenüber Angehörigen der Polizei stellen klare Grenzüberschreitungen dar».

«Unsere Polizisten leisten täglich einen anspruchsvollen und unverzichtbaren Dienst für die Sicherheit der Bevölkerung – in Stadt und Kanton. Der respektvolle Umgang miteinander ist eine Grundvoraussetzung für ein funktionierendes Gemeinwesen.»

Massnahmen nach dem Kaskadenmodell

Das Verhalten der Anhängerschaft aus St.Gallen wird nicht toleriert. Die Stadtpolizei St.Gallen verfügt deshalb als Bewilligungsbehörde Massnahmen nach dem Kaskadenmodell.

Die Stadtpolizei St.Gallen hat entschieden, die zweite Kaskadenstufe als Massnahme anzuordnen. Diese beinhaltet aus Stufe eins den verpflichtenden Dialog vor und nach jeweils drei Spielen zwischen Club, Fans und den Behörden.

Zusätzlich wird mit Stufe zwei für die folgenden zwei Heimspiele der Super League der Einlass mittels Videoüberwachung so kontrolliert, dass eine Identitätsfeststellung aller eingelassenen Fans möglichst gewährleistet ist.

Konkret betrifft dies folgende Spiele:

  • Sonntag, 25. Januar 2026: Super-League-Spiel FC St.Gallen gegen Servette FC
  • Mittwoch, 11. Februar 2026: Super-League-Spiel FC St.Gallen gegen BSC Young Boys

Weitere Ermittlungen laufen

Im Kontext der Straftatbestände tätigt die Stadtpolizei St.Gallen weitere Abklärungen. Diese erfolgen insbesondere auch in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Bern, um die Täterschaft zu eruieren und zur Anzeige zu bringen.

pd/ako
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